Review Thinkpad Helix 2

Update 02.12.2015:

Auch dieses Review ging leider verloren während des Crashs meiner Website vor ca. einem halben Jahr. Zusammen mit dem Review des Yoga 3 pro habe ich meine Notizen zum Helix 2 wieder gefunden und daher das Review wieder online gestellt.

Hier der Ursprüngliche Bericht:

Dank dem Lenovo Insiders Programm habe ich die Möglichkeit das Thinkpad Helix 2 bereits zu testen, hierfür an dieser Stelle noch einmal danke an Lenovo. Hierbei handelt es sich allerdings um ein Vorseriengerät, geringfügige Abweichungen in Design oder Ausführung sind also theoretisch noch möglich.

Größenvergleich mit dem 12″ 16:9 Thinkpad X220.
Gerade in der Dicke macht sich der Unterschied bemerkbar.
Vom Formfaktor her nehmen sich beide Geräte nicht viel.
Neben einem 12″ 4:3 Thinkpad X61 hingegen wirkt das Helix 2 nahezu grotesk groß.

Folgende Daten zu meinem Testgerät:

  • Intel Core M 5Y70 1,1Ghz + Turboboost und vPro
  • 8GB RAM
  • 256GB SSD
  • Intel HD5300
  • 11,6“ 1920x1080px IPS LED Panel mit 400nit 10 Finger Multitouch, Wacom Digitizer, Gorilla Glas
  • WLAN (Intel Dual Band Wireless-AC 7265)
  • UMTS + LTE (Sierra Wireless EM7345 4G LTE)
  • Bluetooth 3.0
  • NFC
  • 5MP Kamera (rückseitig) mit Autofokus
  • 2MP Kamera (displayseitig) mit fixem Fokus
  • 1x USB 3.0 (mit Gummiabdeckung)
  • microHDMI
  • microSDXC Slot
  • 3,5mm Headset Kombi Buchse
  • 35Wh Akku eingebaut
  • Windows 8.1 Pro
  • Ultrabook Pro Tastatur (mit 2. Akku von nochmals 26Wh)
  • 35W Netzteil
  • 800Gr

 

Verfügbares Zubehör:

  • Ultrabook Tastatur mit:
    • Feste Winkelstellung
    • Slot für Stift
    • Touchpad
    • 1x USB 2.0 Buchse
  • Ultrabook Pro Tastatur mit:
    • drehbares Scharnier
    • Akku von 26Wh
    • 1x USB 3.0 Buchse
    • Touchpad + Trackpoint
    • Hintergrundbeleuchtung
    • Anstecker für Stift (außen)
    • miniDP
    • Kensington Lock
    • Gewicht: 900gr
  • Protective Case (Kunstoff-Schaumstoff-Silikon Kombination)
  • Quick Shot Cover (mit Kamera Klappe und Mikrofaser Innenstoff)
  • Desktop Dock (3x USB 3.0, HDMI, LAN, 3,5mm Audio Combo Port, 65W Netzteil)

Eingabegeräte:

Mein Testgerät kommt mit der Ultrabook Pro Tastatur daher, daher beziehen sich alle meine Aussagen auch auf dieses Modell.

Tastatur:

Die Ultrabook pro Tastatur

Die Tastatur tippt sich trotz der recht kleinen Tasten wirklich sehr gut, sie fühlt sich sehr solide an, biegt sich praktisch nicht durch und hat trotz der geringen Bauhöhe der Basis einen ordentlichen Hub. Dank der Hintergrundbeleuchtung kann man auch bequem im Dunkeln damit arbeiten.

Die rückseitigen Anschlüsse an der Ultrabook pro Tastatur Dock

Das einzige, das eventuell dem ein oder anderen ein wenig aufstößt ist das Fehlen der Funktionstasten, diese sind nur durch Kombination mit der Fn Taste zu erreichen. Standardmäßig ist die obere Tastenreihe mit Funktionstasten belegt. Für jemanden der die F-Tasten im Alltag weniger nutzt, sicherlich eine gute Entscheidung, ob man das mag muss jeder für sich selbst entscheiden. Als Nachteil würde ich es nicht bezeichnen, da man die Fn-Taste mit der Kombination Fn + Esc auch dauerhaft aktivieren kann, so dass man wieder seine gewohnten F-Tasten zur Verfügung hat.

Touchpad:

Das Touchpad ist angenehm groß, hat eine angenehm samtige Oberfläche und bedient sich flüssig und intuitiv. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Clickpad, dass man zum Klicken komplett herunter drücken kann. Bei frühen Generationen dieses Touchpads kam es durch die Konstruktion zu einem doch deutlich hörbaren klappern, dies ist aber bei diesem Gerät offenbar verbessert worden, sehr gut!

Das Touchpad unterstützt selbstverständlich Mehrfingergesten, so kann man z.B. unter Windows 8 mit 2 Fingern Scrollen, Zoomen usw.

Trackpoint:

Der Trackpoint bedient sich für erfahrene Thinkpad Nutzer wie eh und jeh, präzise und flink. Sehr positiv aufgefallen ist mir, dass Lenovo wieder auf die drei separaten Trackpoint Tasten zurückgegangen ist. Hier hat man auf die Kunden gehört und die Verschlimmbesserung der letzten Generation wieder rückgängig gemacht.

Wie auch bei den anderen Thinkpad Ultrabooks hat Lenovo hier auf Grund der geringeren Bauhöhe die gegenüber der älteren Generation um einen Millimeter gekürzten Trackpoint Caps verwendet. Nachteile konnte ich bisher daraus keine ableiten, höchstens dass man jetzt beim Nachkauf ein wenig aufpassen muss welche Größe man bestellt, da die höheren deutlich aus der Tastatur hervorstehen und wohl über kurz oder lang auf dem Display Kratzer und/oder Abdrücke hinterlassen werden.

Touchscreen:

Der 10 Punkt Touchscreen reagiert sehr flink und präzise, Wischgesten werden direkt und flüssig umgesetzt, was wünscht man sich mehr?!

Digitizer:

Der eingebaute Wacom Digitizer kommt mit einem leider relativ dünnen Stift daher, funktioniert aber gut. Die bei manchen Geräten vorhandenen toten Ecken konnte ich beim Thinkpad Helix 2 nicht feststellen. Das Gerät verfügt über eine Druckstufen Sensorik, was in Kombination mit Software die dies unterstützt (wie zum Beispiel Microsoft Office One Note) zu einem sehr natürlichen Schriftbild führt.

Wem der Stift zu dünn ist, der kann sich sicherlich im Programm von Wacom umsehen, die meisten Stifte sollten kompatibel sein (von anderen Tablets mit Wacom Digitizer oder von Wacom Grafiktabletts direkt).

Ausgabegeräte

Display

Das 11,6“ LED Display mit IPS Technology löst mit 1920x1080px, also nativer FullHD Auflösung, auf und sorgt dabei für einen sehr guten Eindruck.  Die Helligkeit von 400nit wurde bereits früher in Outdoor Geräten verwendet und sollte daher auch hier bei etwas Sonnenschein im Freien ein sicheres Ablesen des Displays ermöglichen. Die maximalen Blickwinkel sind, wie von IPS Display gewohnt, sehr gut (Lenovo gibt hier 170° an), auch jemand der neben dem eigentlichen Bediener sitzt sollte noch gut und ohne farbliche Verfälschungen den Inhalt des Displays sehen können. Einen Gitter- oder Grieseleffekt wie bei einigen früheren IPS Panels konnte ich nicht feststellen. Die Oberfläche des Touchscreens ist zwar glänzend, aber anscheinend beschichtet, denn Reflektionen halten sich in Grenzen.

Das Display bietet ordentliche Blickwinkel, bei reduzierter Spiegelung im Vergleich mit einem herkömmlichen glänzenden Display

 

 

Lautsprecher:

Die Lautsprecher des Tablets selbst sind tablettypisch nicht überragend, aber ausreichend laut um in einem kleinen Raum einen Videoclip vorzuführen.

Mit der Ultrabook Pro Tastatur ist noch ein klein wenig mehr Volumen zu hören, für eine ernsthafte Vorführung mit einem angeschlossenen Beamer reicht dies aber ebenfalls nicht aus, hier sollte dann der Audio Ausgang der Tastatur oder des Tablets genutzt werden um auf externe Ressourcen zurückzugreifen.

Gehäuse/Verarbeitung/Stabilität

Das Gehäuse ist ordentlich verarbeitet, knarzt nicht und lässt auch sonst nicht zu wünschen übrig. Eine Gummierung hat mein Gerät nicht, ob das für die Seriengerät vorgesehen ist oder nicht ist mir noch nicht bekannt. Es gibt keine scharfen Grate oder Spalte.

Der USB Anschluss am Tablet und der microSD, sowie der SIM Card Slot liegen gut geschützt unter Gummi Abdeckungen.
Die rechte Seite des Tablets mit der Buchse für das Ladegerät.
Die Anschlüsse an der rechten Seite des Tablets.
Die Unterseite des Tablets mit den Anschlüssen für die Dock und den Aufnahmen für die Haken des Scharniers an der Ultrabook Pro Tastatur.
Die Oberseite mit den beiden Tastern.

Das Gerät fühlt sich äußerst massiv an, was durchaus an dem hohen Gewicht von 800gr, bzw. rund 1,7Kg zusammen mit der Ultrabook Pro Tastatur liegen kann. Verglichen mit einem einfachen Android Tablet durchaus ein ordentliches Kampfgewicht, für ein richtiges Windows Tablet allerdings nichts Ungewöhnliches.

Die äußerst wertige aus Metall gefertigte Rückseite mit dem Fingerabdruckleser, den beiden Lautsprechern und der Kamera.
Der Auswurfmechanismus an der Tastatur Dock

Die Scharnierkonstruktion wirkt durchdacht und hält das Tablet in jeder Stellung sicher fest, dank dem Akku in der Tastaturdock steht das Tablet auch voll aufgeklappt sicher ohne hinten über kippen zu wollen. Das Scharnier lässt sich bis ca 125° aufklappen, danach ist es durch die Wulst am hinteren Ende der Tastaturdock begrenzt.

 

Durch einstecken der Gummihalterung in die Tastaturdock lässt sich der Stift an selbiger befestigen. Eine Befestigung am Tablet selbst ist nicht vorgesehen. Das Quick Shot Cover verfügt aber über eine Gummischlaufe am linken Rand in die sich der Stift stecken lässt.  Da das Tablet wohl selten komplett ungeschützt unterwegs sein wird finde ich die Entscheidung auf eine Befestigung des Stiftes zu verzichten um Platz zu sparen durchaus in Ordnung.

Lautstärke/Emissionen

Da es sich beim Helix 2 um ein lüfterloses Gerät handelt ist die Lautstärkekulisse praktisch nicht vorhanden, lediglich wenn man sein Ohr direkt an das Gerät hält ist ein ganz leises Fiepen zu hören.

Das Gerät erwärmt sich im Betrieb spürbar, aber ohne wirklich heiß zu werden, die CPU taktet die meiste Zeit relativ niedrig, da die Kühlung über das Gehäuse wohl nur kurze Lastspitzen verkraften kann. Für dauerhafte Ausführung rechenintensiver Anwendungen ist der Core M also nur bedingt zu empfehlen.

Performance

Die neue Core M Plattform von Intel verspricht lüfterlose Geräte bei der Performance einer ULV Laptop CPU, dies wird leider nur bedingt gehalten, da die passive Kühlung über das Gehäuse nur kurze Lastspitzen abfangen kann und die CPU so die meiste Zeit in den niedrigeren Taktstufen um 1Ghz verbringt. Die 8GB Arbeitsspeicher sind nett, eine deutliche Verbesserung gegenüber Windows Tablets mit nur 4GB RAM, aber so wirklich ausnutzen kann man den RAM nur bei Anwendungen die die CPU nur eingeschränkt belasten, da diese sonst recht schnell anfängt zum Flaschenhals zu werden. (Bei  früheren Atom basierten Windows Tablets mit 2-4GB RAM war noch deutlich der RAM der Flaschenhals)

Der Core M mit maximalem Turboboost.
Dabei steigt die Temperatur leider recht schnell an.
Daher taktet die CPU wieder herunter.
Die SSD liefert durchaus gute Werte für eine OEM Lösung.

Die Intel Grafik ist eine reinrassige Office Grafik, leichte 3D Anwendungen wie CAD oder einfache Spiele sollten aber machbar sein. Die maximal ansteuerbare Auflösung über den mini Displayport sollte laut Intel Spezifikationen bei 3840x2160px bei 60Hz liegen, ob Lenovo diesen nochmals beschnitten hat kann ich mangels entsprechend hochauflösendem Display leider nicht testen.

Das sehr kompakte 36W Netzteil ist leider nicht mit anderen neueren Thinkpads kompatibel, diese haben einen größeren, ebenfalls rechteckigen Stecker.

Fazit

Das Helix 2 ist ein durchweg durchdachtes und sehr solides Arbeitsgerät in Form eines Tablets mit vollwertigem Windows 8. Wer sich an dem hohen Gewicht nicht stört und eine gute Tastatur, sowie eine lange Akkulaufzeit zu schätzen weiß, der sollte auf jeden Fall zur Ultrabook Pro Tastatur greifen.

Was mir Anlass zur Kritik bietet ist das Netzteil, welches leider nicht mit denen anderer neuer Thinkpads mit rechteckigem Stecker kompatibel ist. Der Platz für die größere Buchse wäre meiner Meinung nach durchaus vorhanden gewesen.

Update 02.12.2015:

Auch das Helix 2 habe ich auf Windows 10 aktualisiert, ähnlich wie beim Yoga 3 pro gab dies auf der doch eingeschränkten Hardware nochmals einen deutlichen Schub an „Schwuppdizität“ bei der alltäglichen Benutzung.

 

Weitere Informationen:

Das entsprechende PSREF mit allen möglichen Ausstattungsvarianten und technischen Details kann man hier bei Lenovo herunterladen:

http://psref.lenovo.com/PSREFUploadFile/Sys/PDF/Think%20Tablets%20_%20Convertibles/ThinkPad%20Helix%202nd%20Gen/ThinkPad_Helix_Platform_Specifications.pdf

Thinkpad Stack Review

Vor einiger Zeit angekündigt, jetzt ist es wo weit, das Review für den Thinkpad Stack steht an 😉

Lenovo hat ein neues Gadget im Zubehör Regal, den Thinkpad Stack. Dabei handelt es sich um ein modulares System aus verschiedenen Komponenten die (fast) beliebig miteinander kombiniert werden können.

Die Zielgruppe besteht sicherlich eher aus Leuten die viel Unterwegs sind und mit mehreren Geräten (Notebook, Tablet, Smartphone) und in Kooperation mit anderen arbeiten. Denn die zentrale Komponente stellt für die meisten sicherlich der WLAN Router dar (dazu später mehr).

Die verschiedenen Module

  • 10Ah Akku Modul
  • 1Tb HDD mit USB 3.0
  • WLAN Router
  • Bluetooth Lautsprecher

Aufbau, Haptik und Footprint

Die einzelnen Module sind allesamt an der Unterseite mit Gummifüßen ausgestattet und weisen die dazu passenden Vertiefungen an der Oberseite auf. Die elektrische Verbindung zwischen den einzelnen Modulen besteht aus einer Verpolungssicheren Anordnung von 12 Pogo Pins an der Oberseite und den entsprechenden Kontakten auf der Unterseite. Für den Zusammenhalt der Module untereinander sind Magnete zuständig, welche ihren Zweck sehr gut erfüllen, man kann problemlos den kompletten Stack am obersten Modul anheben ohne dass er sich löst.  Das abnehmen eines Moduls gestaltet sich weitestgehend problemlos, das aufsetzen ebenfalls.

Die Grundfläche des Thinkpad Stack entspricht im wesentlichen dem einer externen 2,5″ Festplatte, er ist im Vergleich dazu aber ein wenig in die Länge gezogen, der Stack weißt mit allen Modulen eine Höhe von knapp 80mm auf. Wer den kompletten Stack mit Netzteil und Kabelsatz mit sich führen will sollte sich bewusst sein dass er damit auf knapp ein Kilogramm zusätzliches Reisegepäck kommt!

Die Haptik der einzelnen Module lässt keine Wünsche offen, eine angenehm weiche anthrazit gummierte Oberfläche sorgt dafür dass die doch recht schweren Module angenehm in der Hand liegen. Auch als Stack zusammen liegen diese als solider Block in der Hand, es ist keinerlei Spiel zwischen den Modulen gegeben.

Akku Modul und Ladegerät

Das Akkumodul beinhaltet einen 10Ah Li-Ion Akku mit dem man den gesamten Stack mit Strom versorgen kann. Darüber hinaus bietet er die Möglichkeit über zwei USB Buchsen andere Geräte mit Strom zu versorgen (z.B. ein Handy zu laden). Hierfür stehen laut Label bis zu 2A zur Verfügung. Das Modul selbst wird über ein microUSB Kabel aufgeladen und genehmigt sich dabei die kompletten 2A die das mitgelieferte USB Ladegerät zur Verfügung stellt.

Intern bietet das Modul über die Pogo Pins bis zu 4A bei 5V an, leider nicht genug um gleichzeitig den WLAN Router, die Festplatte und den Lautsprecher zu betreiben (insgesamt 5A).

Das Akku Modul verfügt an der Vorderseite über eine Anzeige aus 4 LEDs die bei Druck auf die runde Taste an der Vorderseite über den Ladezustand des Akkumoduls informieren. Zusätzlich gibt es ein Batteriesymbol, welches grün aufleuchtet sobald ein an das Akkumodul angeschlossenes Gerät eingeschaltet ist.

Beim Netzteil handelt es sich um ein einfaches 5V 2A USB Steckernetzteil mit Eurostecker.

Gewichte der einzelnen Module:

Akku 250gr
BT Lautsprecher 250gr
Festplatte 210gr
WLAN Router 140gr
Zubehör mit Tasche 200gr

Festplattenmodul

Bei dem Festplattenmodul handelt es sich um eine externe 2,5″ Festplatte mit USB 3.0 Anschluss. Die Geschwindigkeit der verbauten 1Tb Platte kann sich durchaus sehen lassen:

Benchmark an meinem Thinkpad T530

Das alleine macht das Festplattenmodul aber noch nicht interessant, die eigentliche Besonderheit offenbart sich erst in Kombination mit dem Router des Thinkpad Stack, denn über das Netzwerk kann man auch auf die Festplatte zugreifen, dazu aber später beim WLAN Modul mehr…

Lautsprecher Modul

Beim Lautsprecher Modul handelt es sich nicht nur um einen einfachen BT Lautsprecher, denn er beinhaltet ebenfalls ein Mikrofon welches z.B. für eine Telefonkonferenz genutzt werden kann und Bedientasten für verbundene Geräte (z.B. ein Android Gerät).

Das Lautsprechermodul verfügt über einen eigenen, eingebauten Akku, welcher alleine eine Laufzeit von ca. 8h ermöglichen soll. Der eingebaute Akku kann sowohl über die Pogopins vom Akkumodul geladen werden, als auch direkt über ein microUSB Kabel.

Eingeschaltet wird das Modul indem man die runde Taste an der Vorderseite kurz gedrückt hält, das einschalten wird quittiert mit einem kurzen Ton. Hält man die Taste anschließend etwas länger gedrückt hört man wieder einen kurzen Ton und das Modul ist über BT zum Pairing bereit. Ausgeschaltet wird das Modul durch kurzes drücken der runden Taste, was ebenfalls durch einen deutlich hörbaren Ton quittiert wird.

Verbindet man das Lautsprecher Modul über BT mit einem PC wird dieses unter Windows 10 problemlos sowohl als Wiedergabe- als auch als Aufnahmegerät erkannt.

Am Modul selbst gibt es zwar eine Taste um das Mikrofon stumm zu schalten, dies funktionier allerdings zumindest bei meinem Testaufbau unter Windows 10 nicht. Dort muss man entweder über die Hardwaretaste des Thinkpad T530 oder aber über die Software das Mikrofon stumm schalten.

Beim Pairing mit einem Android Gerät (getestet mit meinem Nexus 4 und Android 5.1.1) wird das Lautsprecher Modul auch sofort erkannt und auch die Play/Pause Taste an der Vorderseite funktioniert einwandfrei (z.B. mit der Youtube App).

Die ebenfalls an der Vorderseite angebrachten Lautstärketasten funktionieren sowohl unter Windows, als auch unter Android unabhängig von der Lautstärkeregelung des Zuspielers.

 

WLAN Modul

Features

  • 2,4Ghz und 5Ghz WLAN nach a/b/g/n/ac Standard
  • Internetzugang über RJ45 Kabel
  • Internetzugriff über externen UMTS Stick
  • Netzwerkzugriff auf angeschlossene Thinkpad Stack Festplatten
  • Netzwerkzugriff auf angeschlossene USB Speichermedien

Einrichtung

Die Einrichtung erfolgt am einfachsten über den Thinkpad Stack Assistant die auf der Lenovo Website zum Download angeboten wird. Da die Software einen Schritt für Schritt durch die Enrichtung führt gehe ich hier nicht weiter darauf ein. Die Einrichtung hat nur wenige Minuten gedauert und beinhaltet einen Neustart des Routers um WLAN Schlüssel und Kennwörter zu übernehmen.

Anschließend startet die App und man kann Einstellungen zu den verschiedenen Modulen vornehmen und auf die Dateien die auf der Festplatte abgelegt sind zugreifen.

Netzwerkzugriff

Lenovo bietet mit dem Thinkpad Stack Assistant eine dedizierte Windows Anwendung an mit der man nicht nur die Einstellungen des Thinkpad Stack verwalten, sondern auch Dateien transferieren kann.

Diese Software ist allerdings bei einem bereits eingerichteten Router nicht zwingend erforderlich um auf den Netzwerkspeicher zugreifen zu können, da dieser unter Windows als „LENOVO-STACK“ im Netzwerkdialog des Explorers auftaucht. Dort werden die unterschiedlichen angebundenen Laufwerke als Ordnern zur Verfügung gestellt.

Zum testen habe ich einige Dateien hin und her verschoben, sowie ein 5Gb großes FullHD Video gestreamt (ca. 18-20Mb/s), dies war relativ problemlos möglich, es kam lediglich einmal zu einem kleinen Ruckler.

Was man tunlichst vermeiden sollte ist das USB Kabel in die Festplatte zu stecken während der Router an ist. Man hat dann zwar am Rechner über USB Zugriff auf die Festplatte, aber dabei verliert der Router den Zugriff auf die Festplatte. Vermutlich teilen sich beide die selbe USB Schnittstelle, welche einmal an den Pogo Pins und einmal an der USB 3.0 Buchse anliegt. Priorität hat auf jeden Fall die nach außen geführte microUSB 3.0 Schnittstelle an der Festplatte.

Der Thinkpad Stack Assistant ist nicht nur verfügbar für Windows, sondern auch für iOS und Android.

Auch unter Android ist der Zugriff auf Dateien die im Netzwerk zur Verfügung gestellt werden problemlos möglich, das Zusammenspiel mit den Microsoft Office Apps ist erstaunlich problemlos. Eine auf der Festplatte abgelegte Word Datei lässt sich mit wenigen Schritten öffnen!

Konfiguration

Zur genauen Konfiguration ist ein Webinterface vorhanden, welches man durch Aufruf von http://stack.lenovo öffnen kann. Dort sind zusätzlich die Download Links für den Stack Assistant hinterlegt und man kann sich für die Router Konfiguration einloggen.

Einmal eingeloggt kann man weitere Betriebsmodi auswählen, Gateway (Standardeinstellung), Bridge und Wireless ISP.

Des weiteren sind detaillierte Einstellungen zu WLAN, Firewall usw. vorhanden.

Leider fehlt der Link zum Webinterface in der Desktop Anwendung für Windows, in der Android Version ist er vorhanden.

Wie man den Internetzugriff per UMTS einrichtet ist mir ehrlich gesagt noch ein Rätsel, mein ZTE MF100 Stick von der Telekom wurde an der USB Schnittstelle des Routers nicht erkannt und entsprechende Einstellungen dazu konnte ich im Webinterface des Routers auf den Ersten Blick auch nicht finden. Daher schätze ich dass dieses Feature wohl mit einem Firmware Update noch nachgerüstet wird.

Fazit

Da die Verfügbarkeit des Thinkpad Stack hier in Deutschland noch nicht so groß ist und die Preise daher noch astronomisch hoch sind (ca. 480€ auf Amazon Deutschland) kann ich über das Preis/Leistungsverhältnis noch nicht viel sagen.

Die Hardware selbst jedoch erweckt bei mir einen positiven Eindruck, die Netzwerkperformance ist solide, auch wenn man naturgemäß keine richige NAS Performance erwarten kann. Das Gehäuse fühlt sich gut an, die Module halten gut zusammen und die Verarbeitung ist gut.

Die Akkulaufzeit von WLAN Router und Festplatte sind bei konstantem Video Streaming leider nicht so berauschend. Nach ca. 4 h hat mich das Gerät im Stich gelassen weil der Akku leer war.

Sollte es bei dem Preis von 480€ bleiben ist das Preis/Leistungs-Verhältnis zwar durchaus solide, wenn man die einzelnen Komponenten betrachtet. Ob man allerdings bereit ist knapp 500€ für ein solches Gerät auszugeben muss man wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Review Thinkpad T440p

Überblick

Ausstattung

Mein Testgerät kommt mit folgender Ausstattung daher:

  • Core i7-4600M 2 x 2,9 – 3,6 Ghz 4MB Cache 37W TDP
  • 1x 8Gb DDR3 RAM
  • Intel HD Graphics 4600
  • 14“ 1600x900px HD+ TN LCD Panel 250 nits, matt
  • Intel Dual Band Wireless-AC 7260
  • Ericsson N5321 gw
  • Bluetooth
  • Wireless USB
  • 2,5” 500 GB HGST Travelstar 7200 rpm 32MB Cache 7mm
  • DVD Brenner
  • Fingerprintreader
  • Beleuchtete Tastatur
  • Webcam
  • Windows 8 Pro x64

Anschlüsse

Auf der rechten Seite von (vorne nach hinten):

  • DVD Brenner
  • Powered USB 2.0
  • USB 2.0
  • Kensington Lock

Auf der Rückseite (von links nach rechts):

  • RJ45 Buchse für Gigabit Ethernet
  • Akkuschacht
  • Netzteilbuchse
  • Lüftungsgitter

Auf der linken Seite (von hinten nach vorne):

  • Lüftungsgitter
  • VGA
  • 3,5mm Klinken Buchse für 4 Pin Headsets
  • Mini Displayport
  • 2x USB 3.0
  • SD Card Reader

Auf der Vorderseite befinden sich keine Anschlüsse, lediglich eine kleine Öffnung für die eingebauten Lautsprecher.

Auf der Unterseite befinden sich lediglich der Dockingport und einige weitere Lüftungsschlitze.

Preise

Die absolute Basisversion des T440p mit der jeweils kleinsten Ausstattung (i3-4000M, HD-Display, 4Gb RAM, 500Gb HDD und DVD Brenner) kostet im Lenovo Online Shop rund 950€, ist im Netz aber bereits für rund 800€ zu haben.

Die von mir getestete, ausstattungsmäßig eher im Mittelfeld gelegene Variante liegt laut Lenovo online Shop bei rund 1625€, ein vergleichbares Modell konnte ich im freien Handel nicht finden, dort werden aber für diesen Preis teilweise schon Geräte mit  i7-4700MQ angeboten.

Die Topkonfiguration im Lenovo Onlineshop (i7-4900MQ, FHD IPS LCD, nVidia GeForce GT730M, 2x8Gb DDR3 RAM) liegt bei ca. 2250€, dürfte aber wohl früher oder später bei einigen Händlern günstiger gelistet werden.

Testübersicht

Im Folgenden werde ich auf die folgenden Punkte eingehender untersuchen:

  • Gehäuse und Haptik
    • Haptik
    • Verarbeitung
    • Scharniere
    • Ergonomie
    • Wartungsfreundlichkeit
  • Ausgabe
    • Display
    • Lautsprecher
    • Videoausgänge
    • Audioausgänge
  • Eingabe
    • Tastatur
    • Trackpoint und Touchpad
    • Webcam und Mikrofon
  • Leistung und Emissionen
    • Benchmarks
    • Emissionen
    • Akkulaufzeit
  • Fazit

Gehäuse und Haptik

Design

Das Design des T440p hat sich im Vergleich zum direkten Vorgänger, dem T430 recht stark verändert. Positiv fallen hier vor allem die geschrumpften Ränder um das Display auf, diese sind links und rechts jeweils rund 12mm breit und damit ca. 2 mm schmaler als beim Vorgänger.

Allgemein hat sich die Farbgebung von Schwarz zu einem Graphit Farbton verändert, welches das Gerät deutlich moderner und betont „gestylter“ erscheinen lässt.

Man merkt dem T440p ein wenig an dass ein cleaneres Äußeres eine größere Rolle spielt als noch bei den Vorgängern, so gibt es weniger gebrochene Kanten, mehr ebene und einheitliche Flächen, sowie einen deutlich aufgeräumteren Gesamteindruck.

Haptik

Die Haptik des T440p ist ordentlich, die verwendeten Materialien fassen sich gut an. Es gibt keine störenden, lackierten Hochglanzflächen an denen man mit der Haut „kleben“ bleiben könnte. Der leicht angeraute Kunststoff der Handballenauflage fühlt sich gut an und ist auch nach längerem Kontakt nicht unangenehm.

Der Deckel fühlt sich durch die leichte Gummierung noch besser an, das Notebook liegt beim Tragen dadurch sehr gut in der Hand, man hat auch bei lockerem Griff nie das Gefühl dass es einem aus der Hand rutschen könnte.

Verarbeitung

Das T440p ist rundum ordentlich verarbeitet, es gibt keine großen Lücken oder Spalten zwischen den einzelnen Gehäuseelementen. Störend hingegen wirkt der Grat der sich rundherum um das innere Oberteil zieht, dieser befindet sich zwar nicht in denen Bereichen die im normalen Betrieb angefasst werden, beim darüberfahren wirkt er aber sehr scharfkantig und störend.

Das T440p wirkt durchgehend solide, die Handballenauflage lässt sich an keiner Stelle merklich eindrücken. Der Deckel ist trotz deiner geringen Dicke von nur rund 6,5mm erstaunlich resistent gegen Verwindungen. Selbst in der Mitte des leicht gewölbten Displaydeckels lässt sich nur mit starken Druck eine sichtbare Veränderung auf dem Display hervorrufen.

Mein Testgerät ist bis auf den genannten Grat frei von Verarbeitungsmängeln wie Kratzern, Rissen oder ähnlichem.

Scharniere

Die massiven, schwarz getönten Scharniere halten den Displaydeckel stabil und sicher in aufgeklappter Position. Ein Nachwippen ist lediglich minimal festzustellen und auch bei heftigem Wackeln am Gerät selbst verstellt sich der Winkel des Deckels nicht.

Der Maximale Öffnungswinkel liegt jenseits der 180°, ist jedoch nicht ausreichend um den Deckel so weit zu öffnen, dass dieser mit der Oberkante auf der Unterlage aufliegt, hier fehlen ca. 8mm. Die Begrenzung erfolgt hier auch definitiv durch die Scharniere, da zwischen Unterteil und Deckelaußenseite immer noch reichlich Platz vorhanden ist.

Ergonomie

Die Platzierung der Anschlüsse ist zwar nicht perfekt, aber in Anbetracht der Vielzahl der angebotenen Schnittstellen durchaus gelungen.

Besonders praktisch ist die Positionierung der rechten beiden USB (2.0) Schnittstellen, an die z.B. eine Maus angeschlossen werden kann ohne dass das Kabel bei der Benutzung selbiger im Weg wäre.

Auch die Schublade des DVD Brenners lässt sich durch die Platzierung im vorderen Bereich sehr gut erreichen, das Einlegen und Entnehmen von Medien wird so zum Kinderspiel.

Die Platzierung der Anschlüsse auf der linken Seite ist zwar weniger optimal, aber schlicht nicht anders machbar, sonst hätte man den Kühler unter der Handballenablage platzieren müssen, was sehr unangenehme Folgen nach sich gezogen hätte.

Was mir persönlich negativ aufgefallen ist, ist die scharfe Kante der Handballenauflage, diese ist bei länger andauernder Nutzung mehr und mehr unangenehm. Eine stärker abgeflachte Kante wie es sie zum Beispiel beim Vorgänger, dem T430 noch gab würde ich begüßen. Die stolze Höhe von rund 25mm  an der vorderen Kante macht diese auch nicht unbedingt angenehmer.

Wartungsfreundlichkeit

Durch die große Klappe im Boden sind die wichtigsten Komponenten leicht zu erreichen. Es müssen lediglich die beiden Schrauben auf der Rückseite entfernt werden und schon kann man die ganze Bodenplatte abnehmen.

Darunter finden sich von links oben nach rechts unten:

  • WLAN Karte
  • UMTS Karte
  • 2 DDR3 RAM Slots
  • Lüfter-/Kühlereinheit
  • Darunter der CPU Sockel
  • Daneben die fest aufgelötete GPU
  • 2,5“ HDD

Die Teile sind alle gut zugänglich und leicht zu tauschen, einem nachträglichen Upgrade auf eine mSATA SSD oder eine bessere WLAN Karte steht also nichts im Wege.

Ausgabe

Display

Beim Display habe ich die mittlere Ausstattungsvariante erwischt, dabei handelt es sich um ein klassisches TN Panel mit einer Auflösung von 1600×900 Pixeln, was auf 14“ in der Regel ausreicht. Die Farben sind leider nicht besonders gut, da gefällt mir das TN Panel im X230 welches ich zum Vergleich heran ziehen kann deutlich besser. Blautöne werden ganz gut dargestellt, aber Rot ist allgemein sehr blass, trotz Kalibrierung mit einem externen Gerät.

Die Blickwinkel sind für ein TN Panel in Ordnung, erste, leichte Farbverschiebungen treten bereits ab ca. 45° zur Bildschirmoberfläche auf, dies ist gerade noch ausreichen so dass jeweils eine Person links und rechts vom Benutzer noch etwas erkennen kann.

Schlieren oder irgendwelche Artefakte wie bei den frühen TN Panels weist das im T440p verbaute natürlich nicht mehr auf. Die Ausleuchtung ist sehr schön gleichmäßig und ausreichend hell um bei bewölktem Himmel im Freien arbeiten zu können.

Den von den in den Vorgängern verbauten Displays bekannten Gittereffekt kann ich beim T440p definitiv nicht erkennen. Die Zwischenräume zwischen einzelnen Pixeln sind auch erst bei sehr kurzer Distanz zum Display sichtbar.

Die Entspiegelung ist sehr gut, es sind selbst in einem hellen Raum kaum Reflektionen zu erkennen, hier sieht man sehr schön wie sich in den letzten Jahren die Displays immer mehr verbessert haben.

Mein Testgerät weist keine Pixelfehler oder Subpixelfehler auf.

Lautsprecher

Die Lautsprecher sind ausreichend laut um einen kleinen Raum zu beschallen, Bass ist wie zu erwarten natürlich nicht vorhanden, dafür ist aber auch keinerlei Übersteuern oder Verzerren festzustellen! Anscheinend wird hier von Seiten der Hard- oder Software eingegriffen um dies bei Höhen oder Tiefen die nicht wiedergegeben werden können zu verhindern.

Ansonsten gibt es nicht viel zu den Lautsprechern zu sagen, es handelt sich um typische Business Notebook Lautsprecher, die in erster Linie wohl dazu da sind um Programm Sounds wiederzugeben.

Die Lautsprecheröffnung zeigt allerdings nach vorne, möchte man also bei einer kleinen Präsentation mit einem Beamer z.B. ein Video mit Ton abspielen sollte man das T440p am besten umdrehen, damit die Lautsprecheröffnung in Richtung Publikum zeigt.

Videoausgänge

Da ein Mini Displayport vorhanden ist kann man problemlos Adaptieren auf alles was man braucht, HDMI, Displayport oder DVI. Tonwiedergabe über HDMI funktioniert absolut problemlos, mein Fernseher wird sofort erkannt und auch als Standardwiedergabegerät für den Ton ausgewählt sobald ich ihn einschalte.

Sehr erfreut bin ich über den nach wie vor vorhandenen VGA Anschluss, bei zahlreichen Vorträgen ist man noch auf eben jenen angewiesen da Beamer oftmals lediglich VGA bieten, bzw. nur ein VGA Kabel vorhanden ist. HDMI oder gar Displayport ist da noch die absolute Ausnahme.

Audioausgänge

Außer der Headset Kombi Klinkenbuchse gibt es leider keine anderen nativen Audioanschlüsse. Ein digitaler Audioausgang ist leider nicht vorhanden. Die Qualität der integrierten Soundkarte ist in Ordnung. Zum gelegentlichen Musik hören völlig ausreichend, wer mehr will oder braucht, für den bleibt leider nur eine externe USB Lösung.

Eingabe

Tastatur

Die Tastatur ist eines der wichtigsten, wenn nicht sogar dass wichtigste Kriterium eines Notebooks für alle Leute die viel schreiben müssen. Die Tasten müssen im Blindflug sicher getroffen werden können und ein gutes Feedback liefern ob der Anschlag ausreichend war oder nicht.

Der Großteil der mittlerweile in Notebooks verbauten Tastaturen bietet leider ein sehr schlechtes Feedback, biegt sich stark durch und durch die schlecht geformten Tasten werden diese oftmals nicht richtig getroffen.

Wer einmal an einem Thinkpad einen längeren Text verfasst hat dem wird mit Sicherheit auffallen was Thinkpadtastaturen den meisten anderen voraus haben. Die Tasten sind auch im neuen Chiclet Style leicht gekrümmt, so dass der Finger auf der Taste geführt wird und selbst wenn die Taste nicht perfekt getroffen wird der Anschlag erfolgt und rückgemeldet wird. Dadurch dass zuerst ein gewisser Druckpunkt überwunden werden muss merkt man direkt ob der Tastendruck erfolgreich war oder nicht.

Des weiteren hat Lenovo jetzt auch bei allen Modellen eine hinterleuchtete Tastatur im Angebot. Etwas was es bei anderen Herstellern schon sehr lange gibt. Die Tastenbeleuchtung ist sehr gut und absolut blendfrei sobald man dicht genug am Laptop dran sitzt. Sobald man jedoch etwas weiter weg sitzt dringt grelles weißes Licht zwischen den Tasten hindurch und blendet sehr stark. Besonders wenn es richtig dunkel ist stört dieser Effekt doch sehr stark. Da mir dieser Effekt bereits vom X230 bekannt ist dachte ich eigentlich Lenovo hätte da mittlerweile nachgebessert.

Trackpoint und Touchpad

Beim T440p stellt uns Lenovo eine weitere Änderung im Vergleich zum Vorgänger vor, die physischen Trackpoint Buttons entfallen hier und werden durch die Erkennung der Fingerposition auf dem Touchpad ersetzt. Hierbei fungiert das Touchpad als eine einzige physische Taste und kann komplett heruntergedrückt werden. Je nach Position des Fingers auf dem Touchpad wird so ein Links- bzw. Rechtsklick oder eben das Drücken der mittleren Maustaste erkannt.

Dies funktioniert in der Theorie super, führt aber in der Praxis zu einigen Problemen. Wenn man es zum Beispiel gewohnt ist mit deaktiviertem Touchpad zu arbeiten und immer die Finger in der Grundstellung auf den Trackpointtasten liegen hat und diese bei Bedarf drückt führt dies zu Problemen. Hier ist nämlich eine Unterscheidung welcher Finger gedrückt hat nicht mehr zuverlässig möglich. So weit ich das getestet habe wird immer der Finger erkannt, der als letztes aufgelegt wurde, d.h. wenn ich zuerst den linken Daumen auf die linke Trackpointtaste lege (ohne zu drücken) und anschließend den rechten Daumen auf die mittlere Trackpointtaste (wiederum ohne zu drücken) und anschließend einen Linksklick ausführe (ohne den rechten Daumen von der Taste zu nehmen) wird dies als drücken der Mittleren Trackpointtaste erkannt.

Mag der Treiber auch noch so gut programmiert sein, dieses Problem lässt sich einfach nicht lösen, da eine Entscheidung welcher Finger jetzt den Druck auf das Touchpad ausgelöst hat nicht möglich ist (es handelt sich ja um eine einzige physische Taste). So bleibt nur die Option eine Routine zu entwickeln die dann halt immer den letzten, den ersten oder den siebten Finger als auslösenden Finger identifiziert, ob dieser es nun wirklich war oder nicht.

Von daher kann ich hier den Schritt von Lenovo absolut nicht nachvollziehen die physischen Trackpoint Buttons verschwinden zu lassen. Denn bis auf ein aufgeräumteres Design kann ich hier keinerlei Vorteile erkennen.

Der Trackpoint an sich lässt sich wie bei all den vorherigen Modellen super bedienen und präzise über den Bildschirm bewegen. Hier gibt es keinerlei Anlass zur Kritik.

Das größere Touchpad ist für Touchpadnutzer sicherlich ein segen, es reagiert viel besser als die kleineren Varianten in den Vorgänger Thinkpads, lässt sich sehr gut individuell einstellen (selbst die Handballenerkennung lässt sich einstellen damit man nicht beim tippen aus Versehen den Cursor bewegt).

Was zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist das Geräusch dass die Mechanik unterhalb des Touchpads von sich gibt wenn man das Touchpad herunter drückt. Dies klingt wie die Leertaste wie bei älteren Tastaturen und erzeugt ein deutlich hörbares, helles mechanisches Klicken.

Die dazugewonnene Fläche durch den Wegfall der physischen Maustasten unterhalb des Touchpads macht sich sehr positiv bemerkbar, ich bin allerdings der Meinung dass 3 kleine physische Tasten wie z.B. beim Thinkpad 240 die Fläche nicht zu sehr einschränken sollten und daher die bessere Wahl gewesen wären.

Webcam und Mikrofone

Die eingebaute Webcam hat eine maximale Auflösung von 0,9 Megapixeln, was in einer Datei von 1280×720 Pixeln resultiert (720p). Es handelt sich dabei um eine typische integrierte Webcam, jedes Handy macht mittlerweile nicht nur bessere Bilder, sondern auch bessere Videos.

Zum Vergleich hier eine Gegenüberstellung mit meiner EOS 50D:

Die Qualität der integrierten Mikrofone (Stereo) ist jedoch deutlich besser als die der Kamera, Sprache kommt ziemlich deutlich rüber, hier gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Als Referenz können hier die von mir aufgenommenen Testaufnahmen herangezogen werden.

Leistung und Emissionen

CPU Benchmark

Bei dem eingebauten Core i7-4600M handelt es sich um eine Dualcore CPU mit Hyperthreading, diese kann also parallel 4 Threads abarbeiten. Dabei hat jeder Kern Zugriff auf 2MB Cache, macht also insgesamt 4MB Cache.

Beim PCMark 7 wird die CPU nicht erkannt, folglich sind die Ergebnisse leider nicht vergleichbar. Beim 3D Mark 11 gibt es das selbe Problem.

Für Vergleiche muss ich da leider auf eine der zahlreichen Plattformen im Internet verweisen, dort kann auch direkt 1:1 der Vergleich mit anderen Prozessoren gezogen werden.

GPU Benchmark

Bei der integrierten Intel HD Graphics 4600 handelt es sich nicht gerade um eine Gaming Grafikkarte, für einfaches CAD mit CATIA V5 reicht sie aber aus. Auch etwas komplexere Modelle werden Problemlos dargestellt und lassen sich flüssig drehen, zoomen und verschieben.

Beim PCMark 7 wird die GPU nicht erkannt, folglich sind die Ergebnisse leider nicht vergleichbar. Beim 3D Mark 11 gibt es das selbe Problem.

Für Vergleiche muss ich da leider auf eine der zahlreichen Plattformen im Internet verweisen, dort kann auch direkt 1:1 der Vergleich mit anderen Prozessoren gezogen werden.

Festplatte

Die verbaute Festplatte schafft durchschnittlich 91,2 MB/s mit einer mittleren Zugriffszeit von 18,6 ms und liegt dabei im Bereich einer ganz normalen 2,5“ HDD. Ich würde in jedem Fall eine SSD empfehlen, sei es als Ergänzung zu einer herkömmlichen HDD in Form einer mSATA SSD (was nur bei Verzicht auf die WWAN Option möglich ist) oder als komplett Ersatz in Form einer 2,5“ SSD.

Jeder Rechner profitiert vom dem Sprung auf eine SSD enorm, sei es beim Programmstart oder in der allgemeinen Reaktionszeit was zu einer deutlich direkteren Interaktion mit dem Rechner führt.

Dazu kommt dass eine konventionelle Festplatte empfindlich gegenüber Erschütterungen ist und je nach Modell eine deutlich höhere Geräuschkulisse erzeugt.

Emissionen

Während der ganzen Benchmarks dreht der Lüfter im T440p zwar auf, er wird aber nicht aufdringlich und erzeugt auch keine seltsamen Nebengeräusche wie Fiepen, Heulen oder Brummen.

Während normaler Office Tätigkeit läuft der CPU Lüfter konstant auf niedrigster Stufe, die verbaute Festplatte ist hier lauter als der Lüfter.

Im Allgemeinen ist die verbaute HDD leider alles andere als leise, sie macht sich mit einem permanenten Rauschen und gelegentlichem Klackern bemerkbar und stört so permanent den Benutzer.

Auch bei längerer Benutzung mit konstant hoher Last wird das T440p nicht unangenehm warm an den Oberflächen, selbst an der Unterseite direkt unter der CPU wird die Bodenplatte nur leicht warm, dies wird wohl nicht zuletzt auch der hohen Dicke der Baseunit zu verdanken sein.

Akkulaufzeit

Durch die recht sparsame Haswell Plattform wird mit dem „kleinen“ 67Wh Akku eine Laufzeit von 4-6h erreicht, je nach Nutzungsverhalten.

Fazit

Mit dem T440p hat Lenovo ein modernes Businessnotebook auf den Markt geworfen, welches leider mehr Wert auf Design legt als auf Ergonomie. Was dem T440p von den klassischeren Thinkpads geblieben ist, ist die Funktionalität, die hochwertige Verarbeitung und das dezente Auftreten.

All dies geht leider auf Kosten der Benutzbarkeit, meiner Meinung nach stellt diese Entwicklung einen deutlichen Rückschritt dar. Dies mag durch die immer kürzer werdenden Entwicklungszyklen verschuldet sein, bei diesem Preis erwarte ich da allerdings etwas mehr Sorgfalt.

Wer sich mit den Nachteilen des T440p anfreunden kann erhält nichts desto trotz ein durchdachtes Businessnotebook mit ordentlicher Ausstattung, ordentlicher Verarbeitung und leider auch ordentlichem Preis.

Zum Abschluss möchte ich noch Lenovo für das problemlose zur Verfügung stellen des Testgerätes bedanken

Thinkpad X201 tablet Outdoor

Man muss es mal gehabt haben, das legendäre Outdoor Display im X201 tablet, einfach eine Erfahrung wert.

Ausstattung:
– Intel Core i7-640LM (2×2,13 Ghz)
– 8Gb DDR3 RAM
– 12″ WXGA Outdoor LED Panel (400nit)
– Intel HD Graphics
– Intel Ultimate-N 6300
– Qualcomm Gobi 2000 UMTS
– Bluetooth
– UltraNav
– Fingerprint
– Webcam
– 8c Li-Ion Akku
– 4c Li-Ion Akku
– Windows 7 Pro x64

 

Und noch einmal im Außen Einsatz zwecks Livestream beim Hexzess!

 

Thinkpad T410s

Das Thinkpad T410s, 14″, handlich, dünn, ordentlich Leistung und ein hochauflösendes Display, was will man mehr 😉

Ausstattung:
– Intel Core i5 520M 2×2,4Ghz
– 8GB DDR3 RAM
– Intel QM57 HD Grafik
– 128GB Crucial M4 mSATA im mSATA-microSATA Adapter
– 14″ WXGA+ LED LCD
– 6c Akku
– Ultrabay Akku
– Intel Ultimate-N 6300 WLAN
– Qualcomm Gobi 2000 UMTS
– Bluetooth
– Webcam
– Displayport
– eSATA
– 3x USB 2.0
– Dockingport

Thinkpad X300 Sammlerstück

Dieses zweite X300 hatte ich mir eigentlich gekauft um gute Teile (Deckel, Palmrest, Keyboard usw.) ausbauen zu können für mein bestelltes B-Ware X301. Da das X300 aber erst knapp 100 Betriebsstunden auf dem Buckel hat und somit noch fast ausschaut wir neu wird es nicht geschlachtet, sondern im ganzen Belassen.

Ausstattung:
– 13.3″ WXGA+ LED Display
– Core2Duo L7100 1,2Ghz
– 3Gb RAM
– 64Gb SSD
– DVD Brenner
– 6c Akku
– deutsches Keyboard
– UMTS ready
– Wlan nach n-Standard (Intel 4965AGN)
– Bluetooth
– Fingerprintreader
– Webcam

Außerdem war beim Kauf das komplette Original Zubehör dabei! Wirklich alles, von den Ersatz Trackpoint Kappen, über Recovery DVDs bis hin zur vollständigen Dokumentation in Papierform.









Thinkpad Portreplicator II

kompatibel zu folgenden Thinkpads:
– A20m, A20p, A21m, A21p, A22e, A22m, A22p
– A30, A30p, A31, A31p
– R30, R31, R32
– R40
– R50, R50p, R51, R52
T20, T21, T22, T23
– T30
T40, T40p, T41, T41p, T42, T42p, T43, T43p
– X20, X21, X22, X23, X24
X30, X31, X32

folgende Anschlüsse sind vorhanden:
– Ethernet
– Modem
– USB
– DVI
– VGA
– Seriell
– Parallel
– PS/2 Keyboard
– PS/2 Maus
– externes Diskettenlaufwerk
– Audio line-in und line-out

Fotos:

Thinkpad W510

Noch eine W-Serie!
Tja, wie kam es dazu? X220i und X220t, zwei Subnotebooks waren dann doch irgendwie ziemlich sinnbefreit. Ich habe mich also nach was anderem umgesehen und wollte idealerweise sogar tauschen um den Aufwand des Verkauf und der Suche nach einem passenden Angebot zu umgehen. Als mir dieses W510 angeboten wurde wollte ich dann auch nicht mehr lange zögern und habe zugesagt.

Ausstattung:

  • Intel Core i7 Q720M 4×1,6Ghz
  • 8GB RAM
  • nVidia Quadro FX 880M 1Gb
  • HD+ LED Display
  • 128GB Samsung 830
  • Qualcom Gobi 2000 WWAN
  • Fingerprint
  • Bluetooth
  • Webcam
  • 2x USB3.0
  • 1x always on USB 2.0
  • DVD Brenner
  • Smartcard Reader

Was gibt es viel zu dazu zu sagen? Die Verarbeitung ist wie zu erwarten Spitze, deutlich besser als beim W500, welches beim Gehäuse baugleich ist mit dem T500 und daher auch alle Schwachstellen mit diesem teilt. Hier gibt es allerdings keinen knarzenden Palmrest, labbernde Scharniere oder sich durchbiegende Tastaturen. Das Gerät ist einfach super solide gebaut, der Palmrest ist sehr angenehm abgerundet vorne, das Touchpad ist deutlich besser als das der Vorgänger (auch wenn ich es immer noch nicht nutze) und das Keyboard ist identisch mit dem des X220i, nur dass hier der Unterbau noch deutlich solider ist. Ein super Feedback, ein klarer Druckpunkt, ein definierter Widerstand, was will man mehr bei einer Tastatur? Eins der besten Keyboards die ich seit langem hatte.
Was ich ein bisschen schade finde ist dass es immer noch keinen integrierten Numblock gibt, der Platz wäre nämlich durch das 16:9 Format auf jeden Fall gegeben.

Das Display macht einen sehr guten Eindruck nachdem man es kalibriert hat. Die Auflösung ist gut, momentan sehe ich keinen Grund auf das Full HD Panel upzugraden, obwohl ich das eigentlich vor hatte.

Leistungsmäßig brauch das W510 sich auf keinen Fall zu verstecken, der Quadcore hat ganz schön Dampf, brauch aber leider auch einiges an Strom, bis zu 55W wurden mir angezeigt, alleine für die CPU.
Die Quadro FX880M ist ein sehr potenter Grafikchip, um so mehr finde ich es schade dass Lenovo keine Möglichkeit vorsieht auf die in der CPU integrierte GPU umzuschalten, die T510 können das! Daher reißt die GPU den Stromverbrauch nochmal deutlich rein, so dass mir bereits kurz nach der Installation von Windows 8 (von einem USB 3.0 Stick aus) der Saft aus ging. Knapp 50 Minuten Akkulaufzeit sind einfach mal Grottenschlecht.
Gut dass sich das nach Installation der Power Management Treiber und der Grafik Treiber etwas gebessert hat, wenn man nicht die ganze Zeit mit irgendwelchen Stromhungrigen Sachen rumspielt bleibt das W510 so auch sehr kühl und leise. Die Akkulaufzeit konnte ich bisher bis auf 2,5h ausdehnen, da ist sicherlich auch mehr drin, sobald Windows sich mal fertig eingerichtet hat. Bei einem jungfräulichen Windows 8 sind doch noch einige Prozesse im Hintergrund aktiv.

Fotos:




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