Review Lenovo YOGA 3 Pro

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Update 02.12.2015:

Heute konnte ich auf einem alten Cloud Speicher das beim Crash meiner Website verschütt gegangene Review des Yoga 3 pro wieder ausgraben. Daher veröffentliche es hier erneut.

Aber jetzt zum ursprünglichen Review:

Ich nutze das YOGA 3 Pro nun seit ca. 2 Monaten regelmäßig und werde daher jetzt einmal meine bisherigen Eindrücke in diesem Review niederschreiben.

Ausstattung meines Gerätes:

Anschlüsse

Das YOGA 3 Pro kommt mit 3 USB Anschlüssen daher, eine davon als kombinierte USB 2.0/Ladebuchse (dazu später mehr), die anderen beiden als vollwertige USB 3.0 Buchsen, die rechte davon mit verstärkter Stromversorgung um andere Geräte per USB zu laden (dies lässt sich auch für den Standby aktivieren).

 

Ansonsten hat das YOGA 3 Pro noch einen SDXC Karten Slot zu bieten. Eine 3,5mm Headset Buchse, sowie einen microHDMI Anschluss. Für mehr Anschlüsse war offenbar auch gar kein Platz mehr, da Lenovo auch noch den Ein/Aus Schalter an der Seite platziert hat, genauso wie die Lautstärketasten und einen Rotation Lock Button.

Gehäuse

Das Gehäuse des YOGA 3 Pro ist tatsächlich super flach, an der dicksten Stelle (mit Gummifüßen gemessen) knapp unter 15mm. Dabei ist es allerdings erstaunlich steif und robust, was wohl der überwiegend aus Metall bestehenden Konstruktion geschuldet ist.

Das Scharnier verbindet das Oberteil mit dem Unterteil nicht wie bei herkömmlichen Laptops an zwei stellen, sondern an insgesamt 6 Stellen. Was zu einer spürbar gleichmäßigeren Krafteinleitung in das Gehäuse führt. Bei weniger Kraftangriffspunkten hätte es auf Dauer sicherlich Probleme mit der Anbindung an den super dünnen Rest des Gehäuses gegeben. Das Scharnier wird laut Lenovo aus 813 Einzelteilen hergestellt und ist wirklich eine Augenweide aus Stahl und Aluminium, welche das Display sicher und ohne zu wippen in Position hält. Dabei ermöglicht es dem Benutzer den Deckel um ganze 360° zu drehen, so dass sich gegenüber einem konventionellen Laptop oder Ultrabook ganz neuartige Nutzungsmöglichkeiten ergeben. Zum Beispiel als Tablet, oder stehend auf beiden Kanten um sich Videos anzuschauen oder Präsentationen im kleinen Kreis zu halten.

Der Raum rund um die Tastatur ist dick gummiert, was zum einen eine flächendeckende, weiche Auflagefläche für das Display zur Verfügung stellt, andererseits aber auch eine sehr angenehme Oberfläche für die Hände bietet.

Deckel und Boden sind bei meinem Modell orange lackiert, dies ist auch in Silber verfügbar, aber das Orange bietet einen schönen, modernen Kontrast zum schwarz und Aluminium der restlichen Materialien ohne dabei zu aufdringlich zu sein. Eingelassen in den Deckel ist noch ein spiegelnder Lenovo Schriftzug. Der Deckel zeigt leider nach etwas über einem Monat schon erste Kratzer und Macken, die Lackierung scheint nicht allzu robust gegenüber Kratzern zu sein. Daher sollte man sich für den Transport doch besser einen entsprechenden Sleeve anschaffen.

Display

Ohne Frage das Highlight des YOGA 3 Pro ist das 13,3“ Display, alleine die Auflösung von 3200x1800px ist eine Augenweide, dazu kommt noch die Farbwiedergabe und die sehr guten Blickwinkel der IPS Technologie und der sehr flüssige 10 Punkt Multitouch Touchscreen.

Ohne Frage eines der besten Notebook Displays die ich je gesehen habe. Alleine die leichten Spiegelungen auf der komplett glänzenden Oberfläche trüben diesen Eindruck ein wenig, durch die mehr als ordentliche Helligkeit wird dieses Manko aber spürbar gemindert.

Ein weiteres Problem mit dem Display (das nicht zwingend dem Display selbst geschuldet ist), ist die bei vielen Programmen nicht korrekt umgesetzte Skalierung bei hohen Auflösungen. So ist zum Beispiel die IDE Lazarus komplett unbrauchbar und z.B. Age Of Empires 2 HD nahezu unspielbar. Hier muss von Seiten Microsoft und der Software Firmen die Software für Windows anbieten noch deutlich nachgebessert werden.

Tastatur und Touchpad

Die eindeutige Schwäche des YOGA 3 Pro liegt in der Tastatur, diese hat (gezwungener Maßen) einen sehr geringen Hub, was zusammen mit den komplett flachen Tasten zu einem äußerst unangenehmen Schreibgefühl führt. Thinkpad Tastaturen sind da bedeutend besser mit ihren leicht gekrümmten Tasten die den Finger beim Tippen mehr führen.

Das Touchpad hingegen ist angenehm groß und sehr leicht zu bedienen, die Gesten werden flüssig umgesetzt (egal ob Zweifinger Scrollen, Zoomen oder eine einfache Mausbewegung).

Akkulaufzeit/Emissionen

Die Akkulaufzeit des YOGA 3 Pro ist mit durchschnittlich 4-5h durchaus brauchbar. Diese lässt sich je nach Nutzungsszenario natürlich deutlich verlängern, aber bei wechselnder Belastung mit Surfen über WLAN, ab und zu Videos schauen und Office Tätigkeit sind leider nicht viel mehr als 4-5h machbar.  Ist der Akku erst einmal leer, wird das YOGA 3 Pro über einen ein proprietäres USB Ladekabel aufgeladen, dieses lässt sich allerdings nicht für andere USB Ladegeräte nutzen, da hier extra Leitungen sowohl im Kabel, als auch separate Kontakte im Ladegerät vorhanden sind um das YOGA 3 Pro mit 20V Spannung laden zu können. Das Netzteil hingegen kann auch zum Laden herkömmlicher USB Geräte verwendet werden, da es bei einem normalen eingesteckten USB Kabel (zum Beispiel von einem Smartphone) als normales 5V USB Ladegerät fungiert.

Wer denkt mit einem Core M hole er sich zwangsweise immer ein lüfterloses Gerät ins Haus der hat sich hier leider geirrt. Das YOGA 3 Pro hat einen kleinen Lüfter der leider auch recht schnell anspringt, dann aber meist leide vor sich hin säuselt so lange man den Core M nicht durch Beanspruchung dazu zwingt sein volles Potential an Taktfrequenz auszunutzen. Das Thinkpad Helix 2 ist da deutlich angenehmer, da komplett lautlos da es auf einen Lüfter vollständig verzichtet.
Der Lüfter im YOGA 3 Pro bläst aus der hinteren, rechten Ecke heraus, direkt von innen gegen das Scharnier, bisher hatte ich aber noch keine Kühlungsprobleme, der Core M taktet dann gegebenenfalls herunter.

Performance

Die neue Plattform rund um den Core M ist für ein Ultrabook definitiv die richtige Wahl, zusammen mit der schnellen m2 SSD und 8GB Arbeitsspeicher sorgt diese für sehr entspanntes und flüssiges Arbeiten. Normale Office Tätigkeiten stellen kein Problem dar, bei der Wiedergabe von Flash Videos in hoher Auflösung kann es aber noch zu Problemen kommen, ich schätze mal dass dies den eventuell noch nicht vollständig optimierten Treibern zuzuschreiben ist. Ansonsten kann man sich nicht beschweren, auch die Intel HD5300 arbeitet zuverlässig und ist für kleinere Spielchen durchaus geeignet, dabei sollte man aber gegebenenfalls die Auflösung des Bildschirms ein wenig reduzieren, da dies eh kaum auffällt und den Akku doch erheblich schonen kann.

Lieferumfang:

  • Steckernetzteil 20V/5V
  • Spezial 20V USB Ladekabel
  • Kurzanleitung

Am Rande noch ein nettes Detail, an dem man merkt dass Lenovo festgestellt hat dass auf dem Consumer Markt die Verpackung doch erheblich zum Wertempfinden des Produktes beiträgt, klappt man die beiden Flügel des Kartons nach außen hebt sich einem der mittlere Teil mit dem Yoga 3 pro darin einem um ca. 1cm entgegen und präsentiert das Ultrabook hervorragend. Die gesamte Verpackung ist sehr hochwertig gefertigt und die samtig weiche Oberfläche fasst sich sehr gut an, alles in allem einem Spitzenmodell absolut würdig.

Fazit

Alles in allem bin ich mit dem YOGA 3 Pro sehr zufrieden, als wirklich störend im Alltag empfinde ich nur die Tastatur mit ihrem geringen Hub.

Update Dezember 2015:

Inzwischen ist das Yoga 3 pro schon länger umgestellt auf Windows 10, wovon es enorm profitiert hat und stark an gefühlter Performance gewonnen.

 

 

 


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