Test Lenovo Yoga 900

Yoga 900

Ein würdiger Nachfolger für das Yoga 3 pro?

Pünktlich zu Weihnachten erreicht mich das Yoga 900, der Nachfolger des Ultrabook Topmodell Yoga 3 pro von Lenovo. Ob die Nachteile des Vorgängers ausgemerzt wurden und ob man die Stärken weiter ausgebaut hat erfahrt ihr in diesem Testbericht.

 

Ausstattung

Die Ausstattung meines Testgerätes:

  • Intel Core i7-6500U (2×2,5 Ghz)
  • Integrierter Intel HD520 Grafikprozessor
  • 16 Gb LP-DDR3L RAM
  • 256Gb Samsung PM871 M.2 SSD
  • 720p Webcam
  • WLAN ac
  • Bluetooth 4.0

Schnittstellen

Folgende Schnittstellen bietet das Lenovo Yoga 900:

  • 2x USB 3.0 Typ A
  • 1x USB 3.0 Typ C mit integriertem Video Ausgang
  • 1x USB 2.0 mit 20V Ladefunktion
  • SD Kartenleser
  • 4-Pin 3,5mm Audio Buchse

Leistung und Laufzeit

Zahlen, Daten und Fakten

Prozessor:

  • Core i7-6500U
  • 2 Kerne, mit HT
  • 2,5 Ghz Standardtakt
  • 3,1 Ghz Maximaltakt
  • 15W TDPIntel HD Graphics 520

Speicher:

  • Samsung PM871
  • M.2 Schnittstelle
  • 256 Gb Kapazität
  • Max 540Mb/s lesen, 280Mb/s schreiben
  • NAND flash

Arbeitsspeicher:

  • 16Gb LPDDR3-1600 RAM
  • Dual Channel Anordnung (laut CPU-Z)

Leistung im Alltag

Bei normaler Office Nutzung kommt das Yoga 900 nicht an seine Grenzen. Office 365 läuft völlig problemlos und sehr angenehm flüssig. Auch beim Surfen im Netz gibt es keinerlei Performance Probleme, auch Seiten mit großen Bildern oder eingebundenen Videos funktionieren absolut sauber und flüssig mit Microsoft Edge, Google Chrome und Mozilla Firefox. Beim Abspielen hochauflösender Youtube Videos hingegen hängt die Performance stark vom Browser ab, 2160p (4k) Videos laufen unter Microsoft Edge perfekt flüssig, unter Google Chrome und Mozilla Firefox  jedoch nur mit starkem Ruckeln, dabei hätte ich eigentlich gerade bei Chrome eine gute Performance bei Googles eigenem Video Portal erwartet.

Akkulaufzeit und Emissionen

Mit der Akkulaufzeit bin ich sehr zufrieden, diese pendelt sich beim Surfen irgendwo um 7-8h Akkulaufzeit, sobald man allerdings anfängt Videos zu streamen (z.B. über Amazon Prime oder Youtube) sinkt die Laufzeit auf etwa die Hälfte. Wer mit voller Auflösung spielt verliert sogar noch mehr Laufzeit und sollte sein Netzteil parat haben, denn dann sind nur noch 2-3h machbar (getestet mit Age of Empires 2 HD).

Ich denke wer etwas sparsam damit umgeht kommt auch auf die von Lenovo angegebenen 9h bei Office Tätigkeiten oder beim Surfen im Netz. Aber wer braucht schon außer bei einem Non-Stop Flug Frankfurt-New York?

Das Yoga 900 gibt kein lästiges Fiepen oder andere seltsame Nebengeräusche von sich, einzig der Lüfter weiß sich in den Vordergrund zu drängen wenn man das Gerät ein wenig fordert. Apropos Lüfter, davon hat das Yoga 900 dann doch tatsächlich zwei Stück, diese sind nicht wie sonst üblich aus Kunststoff, sondern aus einer metallenen Legierung gefertigt. Warum ist mir zwar ein wenig schleierhaft, aber schaden kann es ja nicht…

Die warme Abluft wird hinten aus dem Gerät, auf die Innenseite des Scharniers geblasen, was soweit sehr gut funktioniert. Im Geschlossenen Zustand würde ich das Notebook aus diesem Grund jedoch nicht nutzen.

Gehäuse und Verarbeitung

Das Gehäuse des Yoga 900 ist von der Konstruktion her sehr ähnlich dem des Yoga 3 pro. Das Yoga 900 ist allerdings ca. 2mm dicker geworden.

Deckel und Unterteil sind in den drei Farben Clementine Orange, Platinum Silver und Champagne Gold. Neu hierbei ist, dass auch die Scharniere in der entsprechenden Gehäusefarbe gestaltet sind, was für einen einheitlicheren Look sorgt (an meinem Gerät leider nicht so prominent, da es sowieso in Silber lackiert ist). Dabei ziert den Deckel sowohl das neue Lenovo Logo, als auch das neue YOGA Logo.

Die Oberseite des Unterteils ist wieder wie beim Yoga 3 pro gummiert, hat aber eine feiner strukturierte Oberfläche, welche an Leder erinnert. Dafür ist jetzt der gummierte Rahmen um das Gerät strukturiert.

 

Ein- und Ausgabe

Die Eingabegeräte des Lenovo Yoga 900

Die Tastatur des Yoga 900 hat sich gegenüber der des Yoga 3 pro erheblich verbessert. Die Oberfläche der Tasten fühlt sich deutlich angenehmer und weniger glatt an. Man trifft die Tasten bedeutend besser und vertippt sich nicht ständig. Darüber hinaus hat die Tastatur spürbar mehr Hub, dieser war beim Yoga 3 pro so stark eingeschränkt, dass das Tippen keinen Spaß mehr gemacht hat.

Die Hintergrundbeleuchtung wurde ebenfalls verbessert, diese blendet im Gegensatz zu der im Yoga 3 pro nicht mehr so stark.

Ebenso wurde gegenüber dem Yoga 3 pro wieder eine Tastenreihe mehr hinzugefügt, das halte ich für die richtige Entscheidung, da die Vermischung von Funktions- und Zahlentasten durchaus für Verwirrung sorgt bei fremden Benutzern.

Das Touchpad hat eine sehr angenehme Oberfläche, und ist von der Größe her identisch mit dem des Yoga 3 pro. Leider funktioniert das Zweifingerscollen nicht so wirklich gut. Wenn die Fingerspitzen zu dicht beieinander sind wird dies nicht als Zweifingergeste erkannt, dies lässt sich hoffentlich durch ein Firmware- oder Treiberupdate beheben.

Abschließend bleibt festzustellen dass sich die komplette Positionierung der Eingabegeräte geändert hat, die Tastatur ist ein gutes Stück zum Display hin gerutscht, was beim Tippen für eine bedeutend angenehmere Haltung als beim Yoga 3 pro sorgt und zu dem insgesamt durchdachteren Eingabekonzept beiträgt.

Anordnung der EIngabegeräte bei Lenovo Yoga 3 pro (links) und Lenovo YOGA 900 (rechts)
Anordnung der EIngabegeräte bei Lenovo Yoga 3 pro (links) und Lenovo YOGA 900 (rechts)

Das Display ist identisch mit dem des Yoga 3 pro, die Stärken und Schwächen haben sich daher nicht geändert. Die bombastische Auflösung von 3200×1800 Pixeln ist nach wir vor Spitze auf 13“, obwohl es sicherlich Full HD auch getan hätte (was auch die integrierte Intel Grafik nicht so fordern würde), aber über zu viel Auflösung will ich mich mal nicht beschweren 😉 Der Kontrast ist leider immer noch nicht besonders gut, die Blickwinkel hingegen absolut in Ordnung. Die Helligkeit ist ausreichend, da das Display jedoch recht stark spiegelt, würde ich das Gerät für draußen nicht, bzw. nur bedingt empfehlen.

Die neuen Lautsprecher des Yoga 900 haben deutlich mehr Bass als die des Vorgängermodells, der Klang ist insgesamt deutlich lauter und sehr viel ausgewogener. Als Schnittstelle nach außen hin steht wieder ein 3,5mm Headset Stecker zur Verfügung, welcher Stereo ausgibt und Mono aufnehmen kann.

Zubehör:

Zu meinem Yoga 900 habe ich eine passende Hülle erhalten. Diese ist innen gepolstert und außen mit Kunstleder bezogen. Die Haptik ist sehr angenehm, mit dem Yoga 900 eingeschoben fühlt sich die Kombination sehr robust und massiv an, hier habe ich wirklich keine Bedenken es in den Rucksack zu stecken.

Vergleich mit dem Yoga 3 pro und abschließendes Fazit

Alles in allem tut der, gegenüber dem Yoga 3 pro, angesetzte Speck dem Yoga 900 sehr gut. Überall dort wo beim Yoga 3 pro Abstriche wegen der Dicke gemacht werden mussten, wurde hier nachgelegt. Die Mehrleistung ist auf jeden Fall notwendig und steht dem Gerät richtig gut.

Einziges wirkliches Manko ist meiner Meinung nach die Lüftersteuerung, meine Lüfter pulsen leider recht stark, ein durchgehendes niedertouriges Laufen wäre mir lieber, aber das lässt sich sicher mittels eines BIOS Updates beheben.

An dieser Stelle möchte ich allerdings darauf hinweisen dass man das Yoga 900 nicht mit dem Netzteil des Yoga 3 pro benutzen sollte da dieses nicht ausreichend stark ist und überhitzt. Mehr Informationen dazu hier.

Review Thinkpad Helix 2

Update 02.12.2015:

Auch dieses Review ging leider verloren während des Crashs meiner Website vor ca. einem halben Jahr. Zusammen mit dem Review des Yoga 3 pro habe ich meine Notizen zum Helix 2 wieder gefunden und daher das Review wieder online gestellt.

Hier der Ursprüngliche Bericht:

Dank dem Lenovo Insiders Programm habe ich die Möglichkeit das Thinkpad Helix 2 bereits zu testen, hierfür an dieser Stelle noch einmal danke an Lenovo. Hierbei handelt es sich allerdings um ein Vorseriengerät, geringfügige Abweichungen in Design oder Ausführung sind also theoretisch noch möglich.

Größenvergleich mit dem 12″ 16:9 Thinkpad X220.
Gerade in der Dicke macht sich der Unterschied bemerkbar.
Vom Formfaktor her nehmen sich beide Geräte nicht viel.
Neben einem 12″ 4:3 Thinkpad X61 hingegen wirkt das Helix 2 nahezu grotesk groß.

Folgende Daten zu meinem Testgerät:

  • Intel Core M 5Y70 1,1Ghz + Turboboost und vPro
  • 8GB RAM
  • 256GB SSD
  • Intel HD5300
  • 11,6“ 1920x1080px IPS LED Panel mit 400nit 10 Finger Multitouch, Wacom Digitizer, Gorilla Glas
  • WLAN (Intel Dual Band Wireless-AC 7265)
  • UMTS + LTE (Sierra Wireless EM7345 4G LTE)
  • Bluetooth 3.0
  • NFC
  • 5MP Kamera (rückseitig) mit Autofokus
  • 2MP Kamera (displayseitig) mit fixem Fokus
  • 1x USB 3.0 (mit Gummiabdeckung)
  • microHDMI
  • microSDXC Slot
  • 3,5mm Headset Kombi Buchse
  • 35Wh Akku eingebaut
  • Windows 8.1 Pro
  • Ultrabook Pro Tastatur (mit 2. Akku von nochmals 26Wh)
  • 35W Netzteil
  • 800Gr

 

Verfügbares Zubehör:

  • Ultrabook Tastatur mit:
    • Feste Winkelstellung
    • Slot für Stift
    • Touchpad
    • 1x USB 2.0 Buchse
  • Ultrabook Pro Tastatur mit:
    • drehbares Scharnier
    • Akku von 26Wh
    • 1x USB 3.0 Buchse
    • Touchpad + Trackpoint
    • Hintergrundbeleuchtung
    • Anstecker für Stift (außen)
    • miniDP
    • Kensington Lock
    • Gewicht: 900gr
  • Protective Case (Kunstoff-Schaumstoff-Silikon Kombination)
  • Quick Shot Cover (mit Kamera Klappe und Mikrofaser Innenstoff)
  • Desktop Dock (3x USB 3.0, HDMI, LAN, 3,5mm Audio Combo Port, 65W Netzteil)

Eingabegeräte:

Mein Testgerät kommt mit der Ultrabook Pro Tastatur daher, daher beziehen sich alle meine Aussagen auch auf dieses Modell.

Tastatur:

Die Ultrabook pro Tastatur

Die Tastatur tippt sich trotz der recht kleinen Tasten wirklich sehr gut, sie fühlt sich sehr solide an, biegt sich praktisch nicht durch und hat trotz der geringen Bauhöhe der Basis einen ordentlichen Hub. Dank der Hintergrundbeleuchtung kann man auch bequem im Dunkeln damit arbeiten.

Die rückseitigen Anschlüsse an der Ultrabook pro Tastatur Dock

Das einzige, das eventuell dem ein oder anderen ein wenig aufstößt ist das Fehlen der Funktionstasten, diese sind nur durch Kombination mit der Fn Taste zu erreichen. Standardmäßig ist die obere Tastenreihe mit Funktionstasten belegt. Für jemanden der die F-Tasten im Alltag weniger nutzt, sicherlich eine gute Entscheidung, ob man das mag muss jeder für sich selbst entscheiden. Als Nachteil würde ich es nicht bezeichnen, da man die Fn-Taste mit der Kombination Fn + Esc auch dauerhaft aktivieren kann, so dass man wieder seine gewohnten F-Tasten zur Verfügung hat.

Touchpad:

Das Touchpad ist angenehm groß, hat eine angenehm samtige Oberfläche und bedient sich flüssig und intuitiv. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Clickpad, dass man zum Klicken komplett herunter drücken kann. Bei frühen Generationen dieses Touchpads kam es durch die Konstruktion zu einem doch deutlich hörbaren klappern, dies ist aber bei diesem Gerät offenbar verbessert worden, sehr gut!

Das Touchpad unterstützt selbstverständlich Mehrfingergesten, so kann man z.B. unter Windows 8 mit 2 Fingern Scrollen, Zoomen usw.

Trackpoint:

Der Trackpoint bedient sich für erfahrene Thinkpad Nutzer wie eh und jeh, präzise und flink. Sehr positiv aufgefallen ist mir, dass Lenovo wieder auf die drei separaten Trackpoint Tasten zurückgegangen ist. Hier hat man auf die Kunden gehört und die Verschlimmbesserung der letzten Generation wieder rückgängig gemacht.

Wie auch bei den anderen Thinkpad Ultrabooks hat Lenovo hier auf Grund der geringeren Bauhöhe die gegenüber der älteren Generation um einen Millimeter gekürzten Trackpoint Caps verwendet. Nachteile konnte ich bisher daraus keine ableiten, höchstens dass man jetzt beim Nachkauf ein wenig aufpassen muss welche Größe man bestellt, da die höheren deutlich aus der Tastatur hervorstehen und wohl über kurz oder lang auf dem Display Kratzer und/oder Abdrücke hinterlassen werden.

Touchscreen:

Der 10 Punkt Touchscreen reagiert sehr flink und präzise, Wischgesten werden direkt und flüssig umgesetzt, was wünscht man sich mehr?!

Digitizer:

Der eingebaute Wacom Digitizer kommt mit einem leider relativ dünnen Stift daher, funktioniert aber gut. Die bei manchen Geräten vorhandenen toten Ecken konnte ich beim Thinkpad Helix 2 nicht feststellen. Das Gerät verfügt über eine Druckstufen Sensorik, was in Kombination mit Software die dies unterstützt (wie zum Beispiel Microsoft Office One Note) zu einem sehr natürlichen Schriftbild führt.

Wem der Stift zu dünn ist, der kann sich sicherlich im Programm von Wacom umsehen, die meisten Stifte sollten kompatibel sein (von anderen Tablets mit Wacom Digitizer oder von Wacom Grafiktabletts direkt).

Ausgabegeräte

Display

Das 11,6“ LED Display mit IPS Technology löst mit 1920x1080px, also nativer FullHD Auflösung, auf und sorgt dabei für einen sehr guten Eindruck.  Die Helligkeit von 400nit wurde bereits früher in Outdoor Geräten verwendet und sollte daher auch hier bei etwas Sonnenschein im Freien ein sicheres Ablesen des Displays ermöglichen. Die maximalen Blickwinkel sind, wie von IPS Display gewohnt, sehr gut (Lenovo gibt hier 170° an), auch jemand der neben dem eigentlichen Bediener sitzt sollte noch gut und ohne farbliche Verfälschungen den Inhalt des Displays sehen können. Einen Gitter- oder Grieseleffekt wie bei einigen früheren IPS Panels konnte ich nicht feststellen. Die Oberfläche des Touchscreens ist zwar glänzend, aber anscheinend beschichtet, denn Reflektionen halten sich in Grenzen.

Das Display bietet ordentliche Blickwinkel, bei reduzierter Spiegelung im Vergleich mit einem herkömmlichen glänzenden Display

 

 

Lautsprecher:

Die Lautsprecher des Tablets selbst sind tablettypisch nicht überragend, aber ausreichend laut um in einem kleinen Raum einen Videoclip vorzuführen.

Mit der Ultrabook Pro Tastatur ist noch ein klein wenig mehr Volumen zu hören, für eine ernsthafte Vorführung mit einem angeschlossenen Beamer reicht dies aber ebenfalls nicht aus, hier sollte dann der Audio Ausgang der Tastatur oder des Tablets genutzt werden um auf externe Ressourcen zurückzugreifen.

Gehäuse/Verarbeitung/Stabilität

Das Gehäuse ist ordentlich verarbeitet, knarzt nicht und lässt auch sonst nicht zu wünschen übrig. Eine Gummierung hat mein Gerät nicht, ob das für die Seriengerät vorgesehen ist oder nicht ist mir noch nicht bekannt. Es gibt keine scharfen Grate oder Spalte.

Der USB Anschluss am Tablet und der microSD, sowie der SIM Card Slot liegen gut geschützt unter Gummi Abdeckungen.
Die rechte Seite des Tablets mit der Buchse für das Ladegerät.
Die Anschlüsse an der rechten Seite des Tablets.
Die Unterseite des Tablets mit den Anschlüssen für die Dock und den Aufnahmen für die Haken des Scharniers an der Ultrabook Pro Tastatur.
Die Oberseite mit den beiden Tastern.

Das Gerät fühlt sich äußerst massiv an, was durchaus an dem hohen Gewicht von 800gr, bzw. rund 1,7Kg zusammen mit der Ultrabook Pro Tastatur liegen kann. Verglichen mit einem einfachen Android Tablet durchaus ein ordentliches Kampfgewicht, für ein richtiges Windows Tablet allerdings nichts Ungewöhnliches.

Die äußerst wertige aus Metall gefertigte Rückseite mit dem Fingerabdruckleser, den beiden Lautsprechern und der Kamera.
Der Auswurfmechanismus an der Tastatur Dock

Die Scharnierkonstruktion wirkt durchdacht und hält das Tablet in jeder Stellung sicher fest, dank dem Akku in der Tastaturdock steht das Tablet auch voll aufgeklappt sicher ohne hinten über kippen zu wollen. Das Scharnier lässt sich bis ca 125° aufklappen, danach ist es durch die Wulst am hinteren Ende der Tastaturdock begrenzt.

 

Durch einstecken der Gummihalterung in die Tastaturdock lässt sich der Stift an selbiger befestigen. Eine Befestigung am Tablet selbst ist nicht vorgesehen. Das Quick Shot Cover verfügt aber über eine Gummischlaufe am linken Rand in die sich der Stift stecken lässt.  Da das Tablet wohl selten komplett ungeschützt unterwegs sein wird finde ich die Entscheidung auf eine Befestigung des Stiftes zu verzichten um Platz zu sparen durchaus in Ordnung.

Lautstärke/Emissionen

Da es sich beim Helix 2 um ein lüfterloses Gerät handelt ist die Lautstärkekulisse praktisch nicht vorhanden, lediglich wenn man sein Ohr direkt an das Gerät hält ist ein ganz leises Fiepen zu hören.

Das Gerät erwärmt sich im Betrieb spürbar, aber ohne wirklich heiß zu werden, die CPU taktet die meiste Zeit relativ niedrig, da die Kühlung über das Gehäuse wohl nur kurze Lastspitzen verkraften kann. Für dauerhafte Ausführung rechenintensiver Anwendungen ist der Core M also nur bedingt zu empfehlen.

Performance

Die neue Core M Plattform von Intel verspricht lüfterlose Geräte bei der Performance einer ULV Laptop CPU, dies wird leider nur bedingt gehalten, da die passive Kühlung über das Gehäuse nur kurze Lastspitzen abfangen kann und die CPU so die meiste Zeit in den niedrigeren Taktstufen um 1Ghz verbringt. Die 8GB Arbeitsspeicher sind nett, eine deutliche Verbesserung gegenüber Windows Tablets mit nur 4GB RAM, aber so wirklich ausnutzen kann man den RAM nur bei Anwendungen die die CPU nur eingeschränkt belasten, da diese sonst recht schnell anfängt zum Flaschenhals zu werden. (Bei  früheren Atom basierten Windows Tablets mit 2-4GB RAM war noch deutlich der RAM der Flaschenhals)

Der Core M mit maximalem Turboboost.
Dabei steigt die Temperatur leider recht schnell an.
Daher taktet die CPU wieder herunter.
Die SSD liefert durchaus gute Werte für eine OEM Lösung.

Die Intel Grafik ist eine reinrassige Office Grafik, leichte 3D Anwendungen wie CAD oder einfache Spiele sollten aber machbar sein. Die maximal ansteuerbare Auflösung über den mini Displayport sollte laut Intel Spezifikationen bei 3840x2160px bei 60Hz liegen, ob Lenovo diesen nochmals beschnitten hat kann ich mangels entsprechend hochauflösendem Display leider nicht testen.

Das sehr kompakte 36W Netzteil ist leider nicht mit anderen neueren Thinkpads kompatibel, diese haben einen größeren, ebenfalls rechteckigen Stecker.

Fazit

Das Helix 2 ist ein durchweg durchdachtes und sehr solides Arbeitsgerät in Form eines Tablets mit vollwertigem Windows 8. Wer sich an dem hohen Gewicht nicht stört und eine gute Tastatur, sowie eine lange Akkulaufzeit zu schätzen weiß, der sollte auf jeden Fall zur Ultrabook Pro Tastatur greifen.

Was mir Anlass zur Kritik bietet ist das Netzteil, welches leider nicht mit denen anderer neuer Thinkpads mit rechteckigem Stecker kompatibel ist. Der Platz für die größere Buchse wäre meiner Meinung nach durchaus vorhanden gewesen.

Update 02.12.2015:

Auch das Helix 2 habe ich auf Windows 10 aktualisiert, ähnlich wie beim Yoga 3 pro gab dies auf der doch eingeschränkten Hardware nochmals einen deutlichen Schub an „Schwuppdizität“ bei der alltäglichen Benutzung.

 

Weitere Informationen:

Das entsprechende PSREF mit allen möglichen Ausstattungsvarianten und technischen Details kann man hier bei Lenovo herunterladen:

http://psref.lenovo.com/PSREFUploadFile/Sys/PDF/Think%20Tablets%20_%20Convertibles/ThinkPad%20Helix%202nd%20Gen/ThinkPad_Helix_Platform_Specifications.pdf

Review Lenovo Miix 2 11″

Einleitung:

Übersicht Tablet:

  • Linke Seite:
    • USB 3.0 Anschluss mit integrierter Ladebuchse
    • 4-polige Headset Buchse
    • Micro HDMI Buchse
    • Abdeckung, darunter:
      • Micro-SIM Slot (nur bei UMTS Option)
      • Micro-SD Slot
    • Ein-/Ausschalter
  • Rechte Seite:
    • Lautstärkeregler
  • Oberseite:
    • Lüfteröffnung
  • Unterseite:
    • Proprietärer Dockinganschluss
  • Vorderseite:
    • 11,6“ Full HD IPS Display mit 10 Finger Multitouch Eingabe
    • Touchsensitives Windows Logo
    • Kamera 2 Megapixel
  • Rückseite:
    • Kamera 5 Megapixel

Übersicht Tastaturdock:

  • Linke Seite:
    • USB 2.0 Anschluss
  • Rechte Seite:
    • USB 2.0 Anschluss
  • Oberseite:
    • Lenovo Accu Type Tastatur (70 Tasten)
    • Touchpad
  • Rückseite:
    • JBL-Stereo Lautsprecher mit Subwoofer
  • Vorder- und Unterseite:
    • Keine Anschlüsse

 

Hardware und Leistung

Hardware

  • Intel Core i5-4202Y 2×1,6Ghz (HT, 11.5W max TDP, 4.5W SDP, 64bit, 3MB Cache)
  • Intel HD Graphics 4200 (in CPU integriert)
  • 4GB DDR3L RAM
  • 256GB Samsung mSATA SSD (MZMTD256HAGM)
  • 11,6“ 1920x1080px LED 10xMultitouch Display
  • Qualcom AR946X 802.11 a/b/g/n WLAN
  • Bluetooth 4.0

Das Lenovo Miix2 11“ wird mit einer 64bit Windows 8.1 Installation ausgeliefert. Laut Lenovo Website ist es kompatibel zu älteren Windows Versionen. Dies habe ich überprüft in dem ich Windows 7 installiert habe, abgesehen davon, dass ich auf die Schnelle keinen passenden Touchscreen Treiber finden konnte (dieser ist zwar trotzdem nutzbar, aber etwas eingeschränkter als unter Windows 8). Die Installation eines Linux sollte ebenfalls kein Problem darstellen, im UEFI wird die Option zum legacy boot angeboten.

Leistung

Die Core i5 CPU schlägt sich für ein Tablet sehr ordentlich, bedenkt man dass es sich nicht um Windows 8 RT, sondern um die volle Desktop Version handelt.

Officeanwendungen (Microsoft Word, Powerpoint, Excel usw.) funktionieren sehr gut und flüssig, Surfen mit mehreren Tabs funktioniert sowohl mit Google Chrome, als auch mit dem Microsoft Internet Explorer sehr gut. Beide unterstützen sowohl den Desktop Modus, als auch die App Oberfläche.

Selbst das abspielen von FullHD Videos auf Youtube geht problemlos, diese werden bei ausreichend schneller Internetverbindung problemlos abgespielt, auch der Wechsel zwischen Flash/HTML5 Modus bringt dort keine Probleme.

Die folgenden beiden Videos habe ich zum testen genutzt:

Der Arbeitsspeicher ist mit 4Gb ausreichend dimensioniert, bedenkt man aber dass es zusammen mit dem Core i3 auch eine 2Gb Variante gibt halte ich diese Konfiguration für unterdimensioniert. Arbeitsspeicher kostet nicht mehr wirklich viel, macht sich aber entscheidend bemerkbar wenn es um die Flüssigkeit und Performance eines Computers geht, daher macht es in meinen Augen kaum noch Sinn ein Gerät mit weniger als 4Gb RAM zu bauen, dies kann durchaus im Alltag an seine Grenzen kommen, dann kommt die SSD zum Zuge, denn alles was nicht mehr in den RAM passt wird auf die Festplatte ausgelagert.

Die 256GB SSD ist erfreulicherweise sehr schnell, hier hat Lenovo auf eine richtige Samsung mSATA SSD gesetzt welche mit soliden sequentiellen Lese und Schreibraten von 520MB/s bzw. 250MB/s glänzen kann. Gar kein Vergleich zu den eMMC SSDs, welche eigentlich gar keine richtigen SSDs sind, sondern dieselbe Art Flash Speicher die auch in USB Sticks und Speicherkarten zum Einsatz kommt. Diese wurden von Lenovo früher zum Beispiel im Thinkpad Tablet 2 verbaut, zusammen mit nur 2 GB Arbeitsspeicher war diese schon fast eine Zumutung in einem so hochpreisigen Gerät.

Im Auslieferungszustand ist neben der Systempartition noch eine weitere Lenovo Partition mit Treibern und Tools angelegt welche ca. 25Gb belegt, hiervon werden aber nur ca. 2Gb verwendet.
Auf der Systempartition sind im Auslieferungszustand ca. 40Gb belegt, es bleiben also alles in allem noch ca. 185GB Platz für Fotos, Musik, Videos und Programme.

Ein- und Ausgabe

Display

Das 11,6“ FullHD Display ist dank IPS Technologie wirklich ein Traum, die vom Hersteller AUO angegebenen Blickwinkel von 89° aus allen vier Richtungen sprechen für sich.

Die Farbwiedergabe und der Kontrast wissen subjektiv zu gefallen, Bilder sind dank der Auflösung knackscharf, nicht zuletzt auch dank der hochglänzenden Oberfläche. Hauttöne wirken sehr natürlich und angenehm.

Die Auflösung selbst weis auf 11,6“ durchaus zu überzeugen, allerdings kommt es bei Programmen welche nicht richtig mit der Windows eigenen Skalierung zusammenarbeiten sind zu unscharfen Schriften und teilweise leider auch Darstellungsfehlern. Da dies aber ein softwarespezifisches Problem ist kann man das Lenovo schwerlich ankreiden.

Einziges Manko des Displays ist die für meinen Geschmack zu niedrige Helligkeit (laut Herstellerangabe 320cd/m²), zusammen mit der hochglänzenden Oberfläche sorgt diese bei Tag auch innerhalb von Gebäuden schon für Darstellungsprobleme. Draußen im direkten Sonnenlicht ist das Tablet nur sehr eingeschränkt nutzbar (was ich mir persönlich von einem Tablet durchaus erwartet hätte). Wenigstens ist die Ausleuchtung sehr homogen über die gesamte Displayfläche  verteilt, es gibt keine störenden Lichthöfe oder einen erkennbaren Abfall der Helligkeit zum Rand hin.

Eingabe

Zur Eingabe stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, nimmt man das Miix2 als reines Tablet mit, ist man auf den sehr gut reagierenden und präzise benutzbaren Touchscreen angewiesen. Dieser reagiert ohne merkliche Verzögerung, alle Windows 8.1 Wischgesten werden unterstützt. Der Touchscreen ist mit allen 10 Fingern gleichzeitig nutzbar, einer Runde Airhockey mit mehreren Personen stünde also nichts im Wege.

Nutzt man das Tablet zusammen mit dem Unterteil lässt es sich fast wie ein normaler Laptop nutzen, dieses bietet  nicht nur zwei weitere USB Anschlüsse, sondern auch eine vollwertige Tastatur und ein Touchpad. Die Tastatur lässt sich deutlich besser benutzen als die Bildschirmtastatur mit dem Finger zu bedienen, aber an eine richtige Laptop Tastatur kommt sie nicht heran. Der Hub der Tasten ist mit gemessenen 1,25mm für die Höhe des Unterteils okay, der Anschlag sowie der Druckpunkt sind klar spürbar. Allerdings stellt sich mir hier die Frage warum man nicht die gesamte Breite des Gerätes, sondern nur etwa 80% davon für die Tastatur genutzt hat. Mit etwas mehr Abstand und einem weniger gestauchten Tastaturlayout ließe sich deutlich besser arbeiten. Leider hat man so nur eine Tastatur auf gutem Netbook Niveau zur Verfügung.

Das Touchpad ist zwar etwas klein ausgefallen, lässt sich jedoch ganz gut bedienen. Es reagiert intuitiv und flüssig, unterstützt aber keine Wisch- und Mehrfingergesten. Die Möglichkeit zum scrollen am rechten Rand fehlt ebenfalls. Ich bevorzuge bei Nutzung im Laptop Modus die Nutzung einer voll Windows 8.1 kompatiblen Bluetooth Maus, welche von Lenovo ebenfalls angeboten wird (siehe mein Review der Lenovo N700).

Lautsprecher

Die Lautsprecher im Lenovo Miix 2 sind für ein Tablet ganz ordentlich, sie klingen nicht blechern oder hohl wie bei solchen Geräten durchaus üblich, die Subwoofer in der Dock haben erfahrungsgemäß ihren Namen nicht verdient. Der Klare saubere Klang der Hochtöner im Tablet wird lediglich durch matschig, drönende Mitten ergänzt.

Akkulaufzeit und Emissionen

Akkulaufzeit

Das Miix2 11“ schafft während leichter Office Tätigkeit, Display auf voller Helligkeit, WLAN und Bluetooth an im Energiesparmodus 5,5-6h Akkulaufzeit.

Während der Nutzung im Modus maximale Performance mit Abspielen von hochauflösenden Videos, Videostreaming, light Gaming usw. schrumpft die Akkulaufzeit auf ca. 3h.

 

Emissionen

Das Miix 2 11“ wird in der von mir getesteten i5 Konfiguration schon deutlich spürbar warm auf der Rückseite (nur in der Ecke mit der Kamera), der Lüfter läuft selbst im Energiesparmodus permanent. Er ist zwar bei leichten Umgebungsgeräuschen nur noch schwach hörbar, will man aber in Ruhe ein PDF lesen wirkt er durchaus störend.

Gehäuse und Nutzungsmodi

Gehäuse

Das Tablet selbst wirkt relativ massiv und schwer, es lässt sich nicht merklich eindrücken, nichts knarzt, nichts knackt, ein wirklich solides Tablet.

Das Unterteil hingegen ist zwar ebenso gratfrei verarbeitet, wirkt aber durch das geringe Gewicht nicht sonderlich massiv. Die Anbindung an das Tablet funktioniert einwandfrei, Kontaktprobleme konnte ich keine feststellen.
Leider öffnet sich aber ein Spalt an der Rückseite der Dock sobald man das Tablet dort einsetzt, dies kommt dadurch dass sich das Unterteil ein wenig verformt und an dieser Stelle keine ausreichend dimensionierten Haken im Gehäuse vorhanden sind. Das Gehäuse lässt sich an dieser Stelle zwar wieder zudrücken, öffnet sich aber beim erneuten einsetzen des Tablets sofort wieder.

Dies ist der einzige Punkt der leider meinen Eindruck der ansonsten sehr guten Verarbeitung trübt, alles in allem ein ordentlich verarbeitetes, robustes Gerät.

Nutzungsmodi

Das Miix2 11“ folgt dem aktuell von Lenovo begründeten Trend der multimodalen Nutzungsmöglichkeit ein und des selben Endgerätes.

Konkret bietet das Miix 2 folgende Modi:

  • Tablet Mode

Das Oberteil wird als alleinstehendes Tablet genutzt, da der einzige USB Anschluss auch als Ladebuchse dient geht dieser während des Ladevorgangs verloren.

  • Laptop Mode

Das Oberteil wird in einem fixierten Winkel in das Unterteil gesetzt, das Tablet wird durch starke Magnete sicher in dieser gehalten und um die hinteren Lautsprecher, eine Tastatur, ein Touchpad und zwei USB 2.0 Buchsen erweitert. Das Tablet kann auch in der Dock nur über den USB Anschluss am Oberteil geladen werden, d.h. es sind nur die beiden USB 2.0 Ports während des Ladevorgangs verfügbar.

  • Stand Mode

Hierbei wird (ähnlich dem Laptop Mode) das Oberteil in einem fixierten Winkel die Dock gesteckt und von Magneten gehalten, allerdings mit dem Display nach hinten, so steht das Gerät sicher und kann problemlos mit den Fingern bedient werden um Filme, Präsentationen und anderes abzuspielen.

  • Transport

Um das Tablet beim Transport zu schützen kann dieses mit dem Display zur Tastatur in der Dock verstaut werden, auch hier wird es sicher vom Magnetverschluss gehalten und Kratzer am Display werden verhindert.

 

Fazit

Das Lenovo Miix2 11“ ist ein durchaus gelungenes Windows 8.1 Tablet mit guter Akkulaufzeit, ausreichender Rechenleistung und einer üppig dimensionierten SSD. Als Sahnehäufchen obendrauf gibt es die Dockingstation mit der das Gerät um eine physische Tastatur erweitert werden kann.

Den durchweg positiven Gesamteindruck trübt nur das etwas dunkle Display und die leider nicht sehr durchdacht konstruierte Dockingstation, alles in allem aber Punkte über die man durchaus hinweg sehen kann.

Review Thinkpad T440p

Überblick

Ausstattung

Mein Testgerät kommt mit folgender Ausstattung daher:

  • Core i7-4600M 2 x 2,9 – 3,6 Ghz 4MB Cache 37W TDP
  • 1x 8Gb DDR3 RAM
  • Intel HD Graphics 4600
  • 14“ 1600x900px HD+ TN LCD Panel 250 nits, matt
  • Intel Dual Band Wireless-AC 7260
  • Ericsson N5321 gw
  • Bluetooth
  • Wireless USB
  • 2,5” 500 GB HGST Travelstar 7200 rpm 32MB Cache 7mm
  • DVD Brenner
  • Fingerprintreader
  • Beleuchtete Tastatur
  • Webcam
  • Windows 8 Pro x64

Anschlüsse

Auf der rechten Seite von (vorne nach hinten):

  • DVD Brenner
  • Powered USB 2.0
  • USB 2.0
  • Kensington Lock

Auf der Rückseite (von links nach rechts):

  • RJ45 Buchse für Gigabit Ethernet
  • Akkuschacht
  • Netzteilbuchse
  • Lüftungsgitter

Auf der linken Seite (von hinten nach vorne):

  • Lüftungsgitter
  • VGA
  • 3,5mm Klinken Buchse für 4 Pin Headsets
  • Mini Displayport
  • 2x USB 3.0
  • SD Card Reader

Auf der Vorderseite befinden sich keine Anschlüsse, lediglich eine kleine Öffnung für die eingebauten Lautsprecher.

Auf der Unterseite befinden sich lediglich der Dockingport und einige weitere Lüftungsschlitze.

Preise

Die absolute Basisversion des T440p mit der jeweils kleinsten Ausstattung (i3-4000M, HD-Display, 4Gb RAM, 500Gb HDD und DVD Brenner) kostet im Lenovo Online Shop rund 950€, ist im Netz aber bereits für rund 800€ zu haben.

Die von mir getestete, ausstattungsmäßig eher im Mittelfeld gelegene Variante liegt laut Lenovo online Shop bei rund 1625€, ein vergleichbares Modell konnte ich im freien Handel nicht finden, dort werden aber für diesen Preis teilweise schon Geräte mit  i7-4700MQ angeboten.

Die Topkonfiguration im Lenovo Onlineshop (i7-4900MQ, FHD IPS LCD, nVidia GeForce GT730M, 2x8Gb DDR3 RAM) liegt bei ca. 2250€, dürfte aber wohl früher oder später bei einigen Händlern günstiger gelistet werden.

Testübersicht

Im Folgenden werde ich auf die folgenden Punkte eingehender untersuchen:

  • Gehäuse und Haptik
    • Haptik
    • Verarbeitung
    • Scharniere
    • Ergonomie
    • Wartungsfreundlichkeit
  • Ausgabe
    • Display
    • Lautsprecher
    • Videoausgänge
    • Audioausgänge
  • Eingabe
    • Tastatur
    • Trackpoint und Touchpad
    • Webcam und Mikrofon
  • Leistung und Emissionen
    • Benchmarks
    • Emissionen
    • Akkulaufzeit
  • Fazit

Gehäuse und Haptik

Design

Das Design des T440p hat sich im Vergleich zum direkten Vorgänger, dem T430 recht stark verändert. Positiv fallen hier vor allem die geschrumpften Ränder um das Display auf, diese sind links und rechts jeweils rund 12mm breit und damit ca. 2 mm schmaler als beim Vorgänger.

Allgemein hat sich die Farbgebung von Schwarz zu einem Graphit Farbton verändert, welches das Gerät deutlich moderner und betont „gestylter“ erscheinen lässt.

Man merkt dem T440p ein wenig an dass ein cleaneres Äußeres eine größere Rolle spielt als noch bei den Vorgängern, so gibt es weniger gebrochene Kanten, mehr ebene und einheitliche Flächen, sowie einen deutlich aufgeräumteren Gesamteindruck.

Haptik

Die Haptik des T440p ist ordentlich, die verwendeten Materialien fassen sich gut an. Es gibt keine störenden, lackierten Hochglanzflächen an denen man mit der Haut „kleben“ bleiben könnte. Der leicht angeraute Kunststoff der Handballenauflage fühlt sich gut an und ist auch nach längerem Kontakt nicht unangenehm.

Der Deckel fühlt sich durch die leichte Gummierung noch besser an, das Notebook liegt beim Tragen dadurch sehr gut in der Hand, man hat auch bei lockerem Griff nie das Gefühl dass es einem aus der Hand rutschen könnte.

Verarbeitung

Das T440p ist rundum ordentlich verarbeitet, es gibt keine großen Lücken oder Spalten zwischen den einzelnen Gehäuseelementen. Störend hingegen wirkt der Grat der sich rundherum um das innere Oberteil zieht, dieser befindet sich zwar nicht in denen Bereichen die im normalen Betrieb angefasst werden, beim darüberfahren wirkt er aber sehr scharfkantig und störend.

Das T440p wirkt durchgehend solide, die Handballenauflage lässt sich an keiner Stelle merklich eindrücken. Der Deckel ist trotz deiner geringen Dicke von nur rund 6,5mm erstaunlich resistent gegen Verwindungen. Selbst in der Mitte des leicht gewölbten Displaydeckels lässt sich nur mit starken Druck eine sichtbare Veränderung auf dem Display hervorrufen.

Mein Testgerät ist bis auf den genannten Grat frei von Verarbeitungsmängeln wie Kratzern, Rissen oder ähnlichem.

Scharniere

Die massiven, schwarz getönten Scharniere halten den Displaydeckel stabil und sicher in aufgeklappter Position. Ein Nachwippen ist lediglich minimal festzustellen und auch bei heftigem Wackeln am Gerät selbst verstellt sich der Winkel des Deckels nicht.

Der Maximale Öffnungswinkel liegt jenseits der 180°, ist jedoch nicht ausreichend um den Deckel so weit zu öffnen, dass dieser mit der Oberkante auf der Unterlage aufliegt, hier fehlen ca. 8mm. Die Begrenzung erfolgt hier auch definitiv durch die Scharniere, da zwischen Unterteil und Deckelaußenseite immer noch reichlich Platz vorhanden ist.

Ergonomie

Die Platzierung der Anschlüsse ist zwar nicht perfekt, aber in Anbetracht der Vielzahl der angebotenen Schnittstellen durchaus gelungen.

Besonders praktisch ist die Positionierung der rechten beiden USB (2.0) Schnittstellen, an die z.B. eine Maus angeschlossen werden kann ohne dass das Kabel bei der Benutzung selbiger im Weg wäre.

Auch die Schublade des DVD Brenners lässt sich durch die Platzierung im vorderen Bereich sehr gut erreichen, das Einlegen und Entnehmen von Medien wird so zum Kinderspiel.

Die Platzierung der Anschlüsse auf der linken Seite ist zwar weniger optimal, aber schlicht nicht anders machbar, sonst hätte man den Kühler unter der Handballenablage platzieren müssen, was sehr unangenehme Folgen nach sich gezogen hätte.

Was mir persönlich negativ aufgefallen ist, ist die scharfe Kante der Handballenauflage, diese ist bei länger andauernder Nutzung mehr und mehr unangenehm. Eine stärker abgeflachte Kante wie es sie zum Beispiel beim Vorgänger, dem T430 noch gab würde ich begüßen. Die stolze Höhe von rund 25mm  an der vorderen Kante macht diese auch nicht unbedingt angenehmer.

Wartungsfreundlichkeit

Durch die große Klappe im Boden sind die wichtigsten Komponenten leicht zu erreichen. Es müssen lediglich die beiden Schrauben auf der Rückseite entfernt werden und schon kann man die ganze Bodenplatte abnehmen.

Darunter finden sich von links oben nach rechts unten:

  • WLAN Karte
  • UMTS Karte
  • 2 DDR3 RAM Slots
  • Lüfter-/Kühlereinheit
  • Darunter der CPU Sockel
  • Daneben die fest aufgelötete GPU
  • 2,5“ HDD

Die Teile sind alle gut zugänglich und leicht zu tauschen, einem nachträglichen Upgrade auf eine mSATA SSD oder eine bessere WLAN Karte steht also nichts im Wege.

Ausgabe

Display

Beim Display habe ich die mittlere Ausstattungsvariante erwischt, dabei handelt es sich um ein klassisches TN Panel mit einer Auflösung von 1600×900 Pixeln, was auf 14“ in der Regel ausreicht. Die Farben sind leider nicht besonders gut, da gefällt mir das TN Panel im X230 welches ich zum Vergleich heran ziehen kann deutlich besser. Blautöne werden ganz gut dargestellt, aber Rot ist allgemein sehr blass, trotz Kalibrierung mit einem externen Gerät.

Die Blickwinkel sind für ein TN Panel in Ordnung, erste, leichte Farbverschiebungen treten bereits ab ca. 45° zur Bildschirmoberfläche auf, dies ist gerade noch ausreichen so dass jeweils eine Person links und rechts vom Benutzer noch etwas erkennen kann.

Schlieren oder irgendwelche Artefakte wie bei den frühen TN Panels weist das im T440p verbaute natürlich nicht mehr auf. Die Ausleuchtung ist sehr schön gleichmäßig und ausreichend hell um bei bewölktem Himmel im Freien arbeiten zu können.

Den von den in den Vorgängern verbauten Displays bekannten Gittereffekt kann ich beim T440p definitiv nicht erkennen. Die Zwischenräume zwischen einzelnen Pixeln sind auch erst bei sehr kurzer Distanz zum Display sichtbar.

Die Entspiegelung ist sehr gut, es sind selbst in einem hellen Raum kaum Reflektionen zu erkennen, hier sieht man sehr schön wie sich in den letzten Jahren die Displays immer mehr verbessert haben.

Mein Testgerät weist keine Pixelfehler oder Subpixelfehler auf.

Lautsprecher

Die Lautsprecher sind ausreichend laut um einen kleinen Raum zu beschallen, Bass ist wie zu erwarten natürlich nicht vorhanden, dafür ist aber auch keinerlei Übersteuern oder Verzerren festzustellen! Anscheinend wird hier von Seiten der Hard- oder Software eingegriffen um dies bei Höhen oder Tiefen die nicht wiedergegeben werden können zu verhindern.

Ansonsten gibt es nicht viel zu den Lautsprechern zu sagen, es handelt sich um typische Business Notebook Lautsprecher, die in erster Linie wohl dazu da sind um Programm Sounds wiederzugeben.

Die Lautsprecheröffnung zeigt allerdings nach vorne, möchte man also bei einer kleinen Präsentation mit einem Beamer z.B. ein Video mit Ton abspielen sollte man das T440p am besten umdrehen, damit die Lautsprecheröffnung in Richtung Publikum zeigt.

Videoausgänge

Da ein Mini Displayport vorhanden ist kann man problemlos Adaptieren auf alles was man braucht, HDMI, Displayport oder DVI. Tonwiedergabe über HDMI funktioniert absolut problemlos, mein Fernseher wird sofort erkannt und auch als Standardwiedergabegerät für den Ton ausgewählt sobald ich ihn einschalte.

Sehr erfreut bin ich über den nach wie vor vorhandenen VGA Anschluss, bei zahlreichen Vorträgen ist man noch auf eben jenen angewiesen da Beamer oftmals lediglich VGA bieten, bzw. nur ein VGA Kabel vorhanden ist. HDMI oder gar Displayport ist da noch die absolute Ausnahme.

Audioausgänge

Außer der Headset Kombi Klinkenbuchse gibt es leider keine anderen nativen Audioanschlüsse. Ein digitaler Audioausgang ist leider nicht vorhanden. Die Qualität der integrierten Soundkarte ist in Ordnung. Zum gelegentlichen Musik hören völlig ausreichend, wer mehr will oder braucht, für den bleibt leider nur eine externe USB Lösung.

Eingabe

Tastatur

Die Tastatur ist eines der wichtigsten, wenn nicht sogar dass wichtigste Kriterium eines Notebooks für alle Leute die viel schreiben müssen. Die Tasten müssen im Blindflug sicher getroffen werden können und ein gutes Feedback liefern ob der Anschlag ausreichend war oder nicht.

Der Großteil der mittlerweile in Notebooks verbauten Tastaturen bietet leider ein sehr schlechtes Feedback, biegt sich stark durch und durch die schlecht geformten Tasten werden diese oftmals nicht richtig getroffen.

Wer einmal an einem Thinkpad einen längeren Text verfasst hat dem wird mit Sicherheit auffallen was Thinkpadtastaturen den meisten anderen voraus haben. Die Tasten sind auch im neuen Chiclet Style leicht gekrümmt, so dass der Finger auf der Taste geführt wird und selbst wenn die Taste nicht perfekt getroffen wird der Anschlag erfolgt und rückgemeldet wird. Dadurch dass zuerst ein gewisser Druckpunkt überwunden werden muss merkt man direkt ob der Tastendruck erfolgreich war oder nicht.

Des weiteren hat Lenovo jetzt auch bei allen Modellen eine hinterleuchtete Tastatur im Angebot. Etwas was es bei anderen Herstellern schon sehr lange gibt. Die Tastenbeleuchtung ist sehr gut und absolut blendfrei sobald man dicht genug am Laptop dran sitzt. Sobald man jedoch etwas weiter weg sitzt dringt grelles weißes Licht zwischen den Tasten hindurch und blendet sehr stark. Besonders wenn es richtig dunkel ist stört dieser Effekt doch sehr stark. Da mir dieser Effekt bereits vom X230 bekannt ist dachte ich eigentlich Lenovo hätte da mittlerweile nachgebessert.

Trackpoint und Touchpad

Beim T440p stellt uns Lenovo eine weitere Änderung im Vergleich zum Vorgänger vor, die physischen Trackpoint Buttons entfallen hier und werden durch die Erkennung der Fingerposition auf dem Touchpad ersetzt. Hierbei fungiert das Touchpad als eine einzige physische Taste und kann komplett heruntergedrückt werden. Je nach Position des Fingers auf dem Touchpad wird so ein Links- bzw. Rechtsklick oder eben das Drücken der mittleren Maustaste erkannt.

Dies funktioniert in der Theorie super, führt aber in der Praxis zu einigen Problemen. Wenn man es zum Beispiel gewohnt ist mit deaktiviertem Touchpad zu arbeiten und immer die Finger in der Grundstellung auf den Trackpointtasten liegen hat und diese bei Bedarf drückt führt dies zu Problemen. Hier ist nämlich eine Unterscheidung welcher Finger gedrückt hat nicht mehr zuverlässig möglich. So weit ich das getestet habe wird immer der Finger erkannt, der als letztes aufgelegt wurde, d.h. wenn ich zuerst den linken Daumen auf die linke Trackpointtaste lege (ohne zu drücken) und anschließend den rechten Daumen auf die mittlere Trackpointtaste (wiederum ohne zu drücken) und anschließend einen Linksklick ausführe (ohne den rechten Daumen von der Taste zu nehmen) wird dies als drücken der Mittleren Trackpointtaste erkannt.

Mag der Treiber auch noch so gut programmiert sein, dieses Problem lässt sich einfach nicht lösen, da eine Entscheidung welcher Finger jetzt den Druck auf das Touchpad ausgelöst hat nicht möglich ist (es handelt sich ja um eine einzige physische Taste). So bleibt nur die Option eine Routine zu entwickeln die dann halt immer den letzten, den ersten oder den siebten Finger als auslösenden Finger identifiziert, ob dieser es nun wirklich war oder nicht.

Von daher kann ich hier den Schritt von Lenovo absolut nicht nachvollziehen die physischen Trackpoint Buttons verschwinden zu lassen. Denn bis auf ein aufgeräumteres Design kann ich hier keinerlei Vorteile erkennen.

Der Trackpoint an sich lässt sich wie bei all den vorherigen Modellen super bedienen und präzise über den Bildschirm bewegen. Hier gibt es keinerlei Anlass zur Kritik.

Das größere Touchpad ist für Touchpadnutzer sicherlich ein segen, es reagiert viel besser als die kleineren Varianten in den Vorgänger Thinkpads, lässt sich sehr gut individuell einstellen (selbst die Handballenerkennung lässt sich einstellen damit man nicht beim tippen aus Versehen den Cursor bewegt).

Was zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist das Geräusch dass die Mechanik unterhalb des Touchpads von sich gibt wenn man das Touchpad herunter drückt. Dies klingt wie die Leertaste wie bei älteren Tastaturen und erzeugt ein deutlich hörbares, helles mechanisches Klicken.

Die dazugewonnene Fläche durch den Wegfall der physischen Maustasten unterhalb des Touchpads macht sich sehr positiv bemerkbar, ich bin allerdings der Meinung dass 3 kleine physische Tasten wie z.B. beim Thinkpad 240 die Fläche nicht zu sehr einschränken sollten und daher die bessere Wahl gewesen wären.

Webcam und Mikrofone

Die eingebaute Webcam hat eine maximale Auflösung von 0,9 Megapixeln, was in einer Datei von 1280×720 Pixeln resultiert (720p). Es handelt sich dabei um eine typische integrierte Webcam, jedes Handy macht mittlerweile nicht nur bessere Bilder, sondern auch bessere Videos.

Zum Vergleich hier eine Gegenüberstellung mit meiner EOS 50D:

Die Qualität der integrierten Mikrofone (Stereo) ist jedoch deutlich besser als die der Kamera, Sprache kommt ziemlich deutlich rüber, hier gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Als Referenz können hier die von mir aufgenommenen Testaufnahmen herangezogen werden.

Leistung und Emissionen

CPU Benchmark

Bei dem eingebauten Core i7-4600M handelt es sich um eine Dualcore CPU mit Hyperthreading, diese kann also parallel 4 Threads abarbeiten. Dabei hat jeder Kern Zugriff auf 2MB Cache, macht also insgesamt 4MB Cache.

Beim PCMark 7 wird die CPU nicht erkannt, folglich sind die Ergebnisse leider nicht vergleichbar. Beim 3D Mark 11 gibt es das selbe Problem.

Für Vergleiche muss ich da leider auf eine der zahlreichen Plattformen im Internet verweisen, dort kann auch direkt 1:1 der Vergleich mit anderen Prozessoren gezogen werden.

GPU Benchmark

Bei der integrierten Intel HD Graphics 4600 handelt es sich nicht gerade um eine Gaming Grafikkarte, für einfaches CAD mit CATIA V5 reicht sie aber aus. Auch etwas komplexere Modelle werden Problemlos dargestellt und lassen sich flüssig drehen, zoomen und verschieben.

Beim PCMark 7 wird die GPU nicht erkannt, folglich sind die Ergebnisse leider nicht vergleichbar. Beim 3D Mark 11 gibt es das selbe Problem.

Für Vergleiche muss ich da leider auf eine der zahlreichen Plattformen im Internet verweisen, dort kann auch direkt 1:1 der Vergleich mit anderen Prozessoren gezogen werden.

Festplatte

Die verbaute Festplatte schafft durchschnittlich 91,2 MB/s mit einer mittleren Zugriffszeit von 18,6 ms und liegt dabei im Bereich einer ganz normalen 2,5“ HDD. Ich würde in jedem Fall eine SSD empfehlen, sei es als Ergänzung zu einer herkömmlichen HDD in Form einer mSATA SSD (was nur bei Verzicht auf die WWAN Option möglich ist) oder als komplett Ersatz in Form einer 2,5“ SSD.

Jeder Rechner profitiert vom dem Sprung auf eine SSD enorm, sei es beim Programmstart oder in der allgemeinen Reaktionszeit was zu einer deutlich direkteren Interaktion mit dem Rechner führt.

Dazu kommt dass eine konventionelle Festplatte empfindlich gegenüber Erschütterungen ist und je nach Modell eine deutlich höhere Geräuschkulisse erzeugt.

Emissionen

Während der ganzen Benchmarks dreht der Lüfter im T440p zwar auf, er wird aber nicht aufdringlich und erzeugt auch keine seltsamen Nebengeräusche wie Fiepen, Heulen oder Brummen.

Während normaler Office Tätigkeit läuft der CPU Lüfter konstant auf niedrigster Stufe, die verbaute Festplatte ist hier lauter als der Lüfter.

Im Allgemeinen ist die verbaute HDD leider alles andere als leise, sie macht sich mit einem permanenten Rauschen und gelegentlichem Klackern bemerkbar und stört so permanent den Benutzer.

Auch bei längerer Benutzung mit konstant hoher Last wird das T440p nicht unangenehm warm an den Oberflächen, selbst an der Unterseite direkt unter der CPU wird die Bodenplatte nur leicht warm, dies wird wohl nicht zuletzt auch der hohen Dicke der Baseunit zu verdanken sein.

Akkulaufzeit

Durch die recht sparsame Haswell Plattform wird mit dem „kleinen“ 67Wh Akku eine Laufzeit von 4-6h erreicht, je nach Nutzungsverhalten.

Fazit

Mit dem T440p hat Lenovo ein modernes Businessnotebook auf den Markt geworfen, welches leider mehr Wert auf Design legt als auf Ergonomie. Was dem T440p von den klassischeren Thinkpads geblieben ist, ist die Funktionalität, die hochwertige Verarbeitung und das dezente Auftreten.

All dies geht leider auf Kosten der Benutzbarkeit, meiner Meinung nach stellt diese Entwicklung einen deutlichen Rückschritt dar. Dies mag durch die immer kürzer werdenden Entwicklungszyklen verschuldet sein, bei diesem Preis erwarte ich da allerdings etwas mehr Sorgfalt.

Wer sich mit den Nachteilen des T440p anfreunden kann erhält nichts desto trotz ein durchdachtes Businessnotebook mit ordentlicher Ausstattung, ordentlicher Verarbeitung und leider auch ordentlichem Preis.

Zum Abschluss möchte ich noch Lenovo für das problemlose zur Verfügung stellen des Testgerätes bedanken

Dell Inspiron 17R 7720 Special Edition

Was macht man wenn man einen halbwegs aktuellen 17″er sucht mit mattem Full HD Display, aber keine 3000€ für ne Workstation über hat? Richtig, man kauft sich ein Dell Inspiron 17R 7720 Special Edition.

Ausstattung:

  • Intel Core i7-3630QM (4×2,4Ghz 8Threads)
  • 8Gb DDR3 RAM
  • nVidia Geforce GT650M (2Gb) switchable mit Intel HD Graphics 4000
  • 17” Full HD LED Panel (matt)
  • Seagate Momentus XT Hybrid Festplatte
  • Backlit chiclet style Keyboard mit Numblock
  • 4x USB 3.0
  • HDMI
  • Kopfhörer und Mikrofon Buchsen (separat)
  • SD-Card Reader
  • Webcam
  • Bluetooth
  • N-WLAN

Eingabegeräte:
Das 6-reihige chiclet-style Keyboard lässt sich relativ angenehm schreiben, biegt sich allerdings relativ leicht durch und man hat auf den Tasten keinen Halt und kein Gefühl dafür ob man die Taste jetzt getroffen hat oder nicht. Leider absolut nicht vergleichbar mit Thinkpad Tastaturen, welche durchgängig einen wesentlich größeren Hub und einen deutlicheren Anschlag aufweisen.
Das Layout ist in Ordnung, nach kurzer Eingewöhnung lassen sich die meisten Tasten präzise treffen, das Feedback ob man jetzt allerdings mittig auf der Taste ist oder am Rand fehlt völlig, obwohl die Oberfläche der Tasten leicht konkav ist. Des Weiteren sind die Tasten erstaunlich rutschig, wenn man die Taste leicht außerhalb der Mitte drückt kann es passieren dass man beim schnelleren Tippen auf der Taste selbst verrutscht.
Im Gegensatz zu den aktuellen Lenovo Thinkpads gibt es hier aber einen integrierten Nummernblock, was für mich persönlich und sicherlich auch für alle die ihn häufiger nutzen ein dicker Pluspunkt ist.
Die Zusatzbelegung der F-Tasten ist leider nicht sehr sinnvoll ausgewählt, so ist hier zum Beispiel die Taste für die Tastaturbeleuchtung auf F6, da die Tasten nicht in Blöcken angeordnet sind, sondern in einer einfachen Reihe mit immer gleichem Abstand sind diese blind oder im Dunkeln absolut nicht zu identifizieren.
Die Pfeiltasten sind leider so verkrüppelt dass sie nahezu unbrauchbar sind, die hoch- und runter Tasten sitzen direkt beieinander und sind nicht klar voneinander abgetrennt. Eine rechte Windows-, Fn- oder gar eine Menütaste sucht man vergebens.
Das einzig Positive an der Tastatur ist die Beleuchtung, diese blendet nicht und beleuchtet doch kräftig genug um die Tasten sicher identifizieren zu können.

Das Touchpad ist angenehm groß, gut zu bedienen und ziemlich präzise. Der Treiber sorgt dafür dass sich bei einer schnelleren Bewegung die Maus nicht proportional zur zurück gelegten Strecke auf dem Touchpad bewegt, sondern exponentiell. Ob man das mag oder nicht muss wohl jeder selbst entscheiden, ich persönlich halte es für extrem sinnvoll bei der Strecke die auf dem Full HD Display zurückgelegt werden muss. Ohne diese Funktion wäre man ständig damit beschäftigt übers Touchpad zu wischen bis man am anderen Ende des Displays angekommen ist. Die Tasten unterhalb des Touchpads fallen angenehm groß aus, haben jedoch ein sehr billiges Feeling, praktisch ohne Hub. Dafür funktionieren sie aber auch wenn man sie ganz am Rand drückt.

Display:

Das matte 17“ Full HD Display gefällt mir rein subjektiv sehr gut. Die Blickwinkel sind erstaunlich gut, die Helligkeit geht in Ordnung, die Ausleuchtung ist ziemlich gleichmäßig und die matte Oberfläche verhindert Spiegelungen sehr zuverlässig. Farben werden sehr schön kräftig wiedergegeben, ohne dass es übertrieben wirkt. Nach dem ich das Display mit dem Spyder2Express von Colorvision kalibriert habe verbessert sich die Darstellung nochmals erheblich.

Zum Vergleich habe ich mal einige der Standard Bilder die bei Windows 7 mitgeliefert werden abfotografiert.

Anschlüsse/Aufrüstung:
Die 4 USB 3.0 Anschlüsse sind auf beide Seiten des Notebooks verteilt, zwei direkt beieinander auf der linken Seite, die anderen beiden auf der rechten Seite, jeweils eine links und rechts des DVD Brenners. Links des Lüftergitters findet man den VGA Anschluss, sowie die Netzteilbuchse, direkt rechts davon den HDMI Anschluss. Ganz vorne auf der linken Seite sitzen dann noch die beiden Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon. An der Vorderseite befinden sich lediglich die Status LEDs und der SD-Card Reader. Auf der rechten Seite, neben den USB Buchsen, der DVD Brenner, die RJ45 Buchse für Gigabit LAN und ein Kensington Lock. Auf Anschlüsse auf der Rückseite hat man verzichtet, diese wären auch nicht nutzbar, da aufgrund der Scharnierkonstruktion die Rückseite verdeckt wird. Dort findet lediglich der Akku Platz.

Auf der Unterseite findet man eine einzige große Serviceklappt, darunter findet man die beiden (!) 2,5“ HDD Slots, sowie einen Slot für eine mSATA SSD, zwei RAM Slots und den Slot für die WLAN Karte. Sollte man also mehr Speicherplatz brauchen ist eine Aufrüstung auf jeden Fall im Handumdrehen gemacht.

Gehäuse:
Das Gehäuse wirkt alles in allem recht hochwertig, es biegt sich nirgendwo merklich durch, die Kunststoffteile fassen sich sehr gut an und es knarzt auch nirgends. Die massiven Metallscharniere halten den schweren 17“ Deckel sicher in Position, lassen allerdings keinen allzu großen Öffnungswinkel zu. Beim Schließen muss man allerdings darauf achten dass man den Deckel vorsichtig schließt, die Scharniere schließen auf den letzten Zentimetern so kräftig dass man Angst haben muss sich die Finger zu quetschen.

An hochglänzenden Oberflächen wurde gottseidank kräftig gespart, warum man allerdings die Zwischenräume der Tastatur hochglänzend ausgeführt hat ist mir ein absolutes Rätsel. Gerade dort landet doch jeder Dreck, jedes Haar und zahlreiche Fingerabdrücke. Hier hätte man durchaus ein bisschen mehr mitdenken können und nicht einfach die Tastatur aus den anderen Consumer Modellen übernehmen müssen.
Was mir sehr positiv ins Auge sticht ist der gummiartige Rahmen rund um das LCD Bezel, welcher im geschlossenen Zustand das Notebook komplett gegen Eindringen von Staub und kleineren Gegenständen in den Zwischenraum von Display und Tastatur schützt, ein Feature was ich mir auch an so manchem Thinkpad wünschen würde!
Eine weitere Besonderheit bei diesem Dell Laptop ist dass man die LCD Cover sehr leicht wechseln kann und diese in verschiedenen Varianten nachbestellbar sind. Hierfür gibt es an der Rückseite des Displaydeckels einen Schieber, der das LCD Cover in der Mitte anhebt, so dass es mit kräftigem Ziehen abgehoben werden kann.
Im Gegensatz zu vielen anderen günstigen 17“ern ist das Inspiron erstaunlich steif und biegt sich kaum durch, dies wird aber durch relativ hohes Gewicht und ein insgesamt dickes Gehäuse erkauft. Lediglich der Deckel könnte etwas steifer sein.

Multimedia:
Das integrierte Soundsystem mit mehreren Lautsprechern und einem „Subwoofer“ klingt nicht schlecht für ein Notebook, mehr aber auch nicht. Die Wiedergabe von FullHD Videos stellt wie zu erwarten weder auf dem internen Display, noch auf einem über HDMI angeschlossenen Fernseher ein Problem dar.
Die Webcam ist in Ordnung, kommt aber mit hohen Kontrasten leider absolut nicht zurecht. Helle Bereiche sind ausgefressen, dunkle rauschen sehr stark. Für einfache Videokonferenzen oder Skype ist die Webcam aber durchaus zu gebrauchen. Die von Dell zur Verfügung gestellte Software bietet allerdings durchaus ausreichende Einstellungsmöglichkeiten um die Kamera den Umgebungsvariablen anzupassen.

Leistung, Laufzeit, Emissionen:
Die Leistung der CPU ist ziemlich brachial, mit 8 Threads ist diese kaum in die Knie zu zwingen. Die GPU ist auch ziemlich weit vorne mit dabei. Da von beidem ziemlich starke Komponenten verbaut sind ist die Kühlung leider ziemlich schnell überfordert und das Throttling setzt ein. Wird allerdings nicht beides gleichzeitig stark belastet tritt diese Problem nicht so stark in den Vordergrund und man kann ungestört damit arbeiten. Die Lautstärke der Kühlung ist durchaus im Rahmen, auf höchster Stufe ist diese zwar deutlich hörbar, aber nicht störend. Die GPU pendelt sich unter Volllast irgendwo knapp oberhalb 80°C ein, die CPU irgendwo um 70°C. Die Handballenauflage erwärmt sich leider mit der Zeit merklich, dies wirkt irgendwann leicht störend und man fängt an der linken Hand an zu schwitzen.
Die ganze Leistung fordert ihren Tribut, nicht nur bei der Wärmeemission, sondern auch bei der Akkulaufzeit. Der 48 Wattstunden Akku ist im Windows Profil „Ausbalanciert“ mit voller Display Helligkeit nach ca. 3,5-4h leer, und das bei ausschließlich leichter Office Tätigkeit ohne Flashvideos, CAD oder andere Hardwareintensive Anwendungen.

Fazit:
Beim Dell Inspiron 17R SE 7720 handelt es sich um einen der wenigen bezahlbaren 17“ Laptops mit einem matten FullHD Display und Intel CPU. Das Gehäuse ist für den Preis in Ordnung, die Eingabegeräte lassen leider zu wünschen übrig und die Laufzeit ist in Anbetracht der verbauten Komponenten durchaus in Ordnung.
Wenn man auf der Suche ist nach einem 17“er um 1000€ handelt es sich hier wohl um die beste Wahl die man treffen kann, zumal es bei Dell auch die Option auf ein 3 Jahre Business VOS Paket für unter 200€ gibt.