Demontage Achstrichter und Trommelbremse Deutz F2L-612

So, weiter gehts, ich habe inzwischen auch das Ersatzgetriebe komplett demontiert, die Achstrichter auseinander genommen und die Bremsen zerlegt.

Erst einmal ein Blick ins Ersatzgetriebe bevor ich es demontiert habe, bis auf die Farbe des Getriebewassers (Öl kann man es nicht mehr nennen) schaut das erstaunlich gut aus!

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Reinigung und Überholung Vorgelege und Differential Deutz F2l-612

So, nach langer Zeit endlich mal wieder ein Update von unserem kleinen Deutz.

Ich habe inzwischen das Vorgelege vom Austauschgetriebe demontiert und überholt. Die Zahnräder waren noch in wirklich gutem Zustand, ich habe nur beide Wellendichtringe getauscht, sowie das vordere Lager.

Eingangsseite des Austauschgetriebe mit Mähwerksantrieb

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Getriebe Trennen und Ursachensuche Deutz F2L-612

Jetzt da das Getriebe auf der Seite liegt können bequem der Gegendeckel der Welle der Getriebebremse, sowie weitere Anbauteile (Mähbalkenhalter, hintere Abdeckplatte, Hebel des Mähbalkenantriebs etc.) entfernt werden.

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Vorbereitungen zum Trennen des Getriebe Deutz F2L-612

Bevor jetzt das Getriebe in der Mitte getrennt werden kann müssen zuerst einige weitere Teile demontiert werden:

Bremswelle mit Hebeln (hat leider sehr große Probleme bereitet, da der Hebel mit der Passfeder nur mit einem Schweißbrenner erhitzt zu lösen war).

Anschließend wurde dann in einem die Bremse auf der rechten Seite mitsamt der kompletten Steckachse demontiert:

Zum Schluss haben wir noch das Rad der Getriebebremse entfernt (die Kronenmutter hat SW50).

Man kann auch bereits jetzt den Schalthebel und das Schaltgestänge entfernen:

So erhält man bereits einen ersten Einblick in das Getriebe, es sind zwar deutliche Gebrauchsspuren an den Schaltkanten der Schalträder vorhanden, aber das ist noch im Rahmen und meiner Meinung nach nicht Ursache für das unheimlich laute Klackern welches das Getriebe von sich gibt.

Das Getriebe wird dann (den Instruktionen im Werkstatthandbuch folgend) auf das linke Rad gestellt, so dass man die beiden Seitenteilen waagerecht trennen kann.

Jetzt kann auch schon der rechte Achstrichter demontiert werden und die Kupplungsmuffe entnommen werden (leider kein Bild).

Trennen des Schleppers Deutz F2l612

Heute war es dann endlich so weit, de ganzen Gestänge, die Lenksäule usw. waren entfernt und wir konnten damit beginnen den Schlepper in der Mitte zu trennen.

Begonnen haben wir damit vorne zu unterbauen und die Vorderachse so zu blockieren, dass sie sich nicht mehr neigen kann.

Dann mit einer stabilen Hebeschlinge den Kran am Getriebe angeschlagen und die Bolzen gelöst:

Nun den Schlepper trennen indem das hintere Teil zurück gefahren wird:

Wenn dann alles sicher unterbaut und abgestützt ist heißt es erst mal Kupplungs und sonstigen Schmodder raus kratzen…

Anschließend können dann das Ausrücklager und die dazugehörige Welle, sowie das Zwischengehäuse (dort sitzt beim größeren Modell das Vorgelege) demontiert werden.

(Bitte nicht denken dass das Teil da so raus kommt, ich habe das demontiert über eine Stunde gereinigt und wieder zusammen gebaut bevor ich es in die Kiste getan habe.)

 

Zerlegen der Kotflügel und Demontage von Tank und weiteren Anbauteilen

Weiter gehts (leider kommt der Post etwas verspätet):

Wie haben vor weiteren Demontage Arbeiten erst mal die Bleche der Kotflügel getrennt um diese ordentlich verstauen zu können.

Das ging leider nicht ganz so glatt wie ich mir das vorgestellt hatte, aber wenn die Schrauben halt weder aufgehen, noch abreißen wollen werden sie halt weg geflext 😀

War keine schöne Ecke, selbst mit der kleinen Flex ist man kaum ran gekommen, aber es hat funktioniert…

 

Ich bin total begeistert von der Qualität dieser Bleche, nur leichter oberflächlicher Rost, nichts durchgefault, nur ein paar kleine Beulen und sonst nichts dramatisches, die werden ausgebeult, gestrahlt und lackiert und dann sind die wie neu.

 

Anschließend wurde noch der Tank entleert und demontiert, mit samt den Blechen darunter:

Demontage Überrollbügel und Kotflügel Deutz

Heute haben wir weiter demontiert und gegen die verrosteten Schrauben von Überrollbügeln und Kotflügeln gekämpft. Die waren ziemlich übel fest gerostet 🙁

Und nach der ganzen Plackerei:

 

Dazu haben wir beidseitig die Gestänge von Bremse und Kupplung ausgehängt und die komplette Mechanik der Getriebebremse entfernt. Der hintere Getriebedeckel wurde ebenfalls bereits kurz entfernt um einen kleinen Blick ins Getriebe werfen zu können, damit kein Schmutz hineingelangt wurde er allerdings lose wieder montiert.

Hydraulik Demontage Deutz

Heute habe ich die Hydraulik demontiert da diese entfernt werden muss um das Getriebe demontieren zu können.

Dabei verwendetes Werkzeug:

  • Schlüssel: 32, 36, 27
  • Steckschlüssel 12 und 6mm Innensechskant

Vorher notwendige Schritte:

  • Demontage des Sitzes
  • Demontage von Ackerschiene, Unter- und Oberlenkern
  • Hydraulik Öl ablassen (Ablassschraube am Kraftheber hinten links unten)

Die Pumpe wurde dabei von einem der Vorbesitzer bereits von Riemen- auf Zahnradantrieb umgebaut, daher habe ich bei der Demontage die entstandene Öffnung im Motorblock erst einmal mit Klebeband verschlossen.

Die demontierte Pumpe:

Der demontierte Kraftheber:

Der jetzt „nackte“ Schlepper:

Neuer Zahn für die Handbremse am Eicher

Ich habe inzwischen endlich die immer wieder aufspringende Handbremse repariert. Aus 45mm Abschnitten von 10x20mm Flachstahl habe ich einen neuen Zahn angefertigt.

Praktischerweise kann man die Handbremse nach dem aushängen des Gestänges mitsamt der Platte abschrauben und in den Schraubstock einspannen. So kann man schön bequem an der Werkbank arbeiten und den Zahn zurecht feilen bis er passt.

Dadurch dass der Zahnkranz nur ca. 8mm breit ist, ist der 10mm breite Zahn immer im Eingriff, auch bei dem Spiel dass der Hebel inzwischen entwickelt hat. Die Handbremse kann also nicht mehr zur Seite hin aufspringen.

 

Hydraulik Reparatur am Eicher

Wir hatten plötzlich dauerhaft einen größeren Ölverlust aus der Ablauföffnung für die Kupplung:

Erster Verdacht lag auf dem Simmerring der Hydraulikpumpe (weil die Hydraulik ständig leer lief und nicht mehr funktionierte).
Also habe ich die komplette Pumpe demontiert, zerlegt und mit neuen Dichtungen versehen (innen wie außen).

Auch die Papierdichtung hin zum Getriebe wurde erneuert:

Was aber leider den Fehler nicht behoben hat. Wir hatten weiterhin starken Ölverlust aus der Öffnung an der Unterseite und eine nicht funktionierende Hydraulik.
Ich habe den Ölstand im Getriebe kontrolliert und siehe da, viel zu hoch:

An dieser Stelle habe ich beschlossen den Hydraulikblock zu demontieren. Dazu muss zuerst das Steuergerät abgenommen werden, da sonst die eigentlichen Schrauben des Hydraulikblocks nicht zu erreichen sind.

Mit abgenommenem Hydraulikblock hat man freien Blick auf das Differential:

Bei genauerer Betrachtung der Unterseite des Hydraulikblocks fand ich dann die Ursache für die nicht funktionierende Hydraulik und den hohen Ölstand im Getriebe.

Der Bolzen der den Zylinder mit dem Kraftheber verbindet war nicht mehr in seiner Position (die Sprengringe die ihn sichern sollen habe ich nie gefunden). Anscheinend hat daher der Kraftheber die Unterseite des Hydraulikblocks durchschlagen.

Gut dass das rausgebrochene Stück noch dran hing, nicht auszudenken was passiert wäre wenn es ins Differential gefallen wäre…
Also fix ein Ersatzteil beschafft:

Das habe ich vor Einbau komplett von innen und außen gereinigt (es wurde über 10 Jahre offen gelagert), den Filter erneuert und die Dichtungen an die ich ran kam gewechselt.
Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Steuerblock überholt und komplett neu abgedichtet.
Nach dem Einbau zeigte sich dann dass der Kraftheber sofort absank nach dem heben und auch ein sehr hohes Fördervolumen an der Pumpe benötigte zum Heben.
Konnte eigentlich nur eines sein, die Manschette des Hydraulikzylinders. Nach längerer Suche habe ich auch endlich dass passende Werkzeug gefunden um die Vorderseite des Hydraulikblocks zu öffnen, ein 14er RIBE (auch Polydrive genannt). Nach dem Öffnen bröselte mir die alte Manschette schon förmlich entgegen. Das herauslösen gestaltete sich trotzdem schwierig, da sich die Konsistenz über die Jahre in Richtung wachsartig entwickelt hatte.
Mit der Ersatzmanschette (ausgebaut aus dem defekten Hydraulikblock) hebt der Kraftheber endlich wieder wie vorgesehen und die Arme bleiben auch oben.